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Eilenburg Schlossmodell zeigt auf dem Eilenburger Burgberg die Richtung an
Region Eilenburg Schlossmodell zeigt auf dem Eilenburger Burgberg die Richtung an
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00:21 22.09.2017
Michael Stapf freut sich über die fertige Orientierungstafel mit dem Schlossmodell. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Besser Orientieren auf dem Eilenburger Burgberg: Im Geviert der Grundmauern des Bergfrieds steht jetzt eine Metallplatte. Sie zeigt eine Lageskizze und mit wichtigen Punkten, wie Amtshaus, Mauer-, Sorbenturm, Kräutergarten und außerdem noch dreidimensional das Modell des Schlosses, das einst auf dem Gelände stand. Der Chemnitzer Designer Michael Stapf hat das Objekt entworfen und gefertigt. Am Dienstag montierte er die Metallteile zwischen den Turmmauern zusammen. Mit dem Schloss-Modell, das in abstrakter Form gehalten ist, bekommt der Besucher eine bessere Vorstellung davon, wie es einst auf dem Gelände ausgesehen haben mag. Denn blickt er von der Orientierungstafel aus in Richtung Stadt, hat er die Metallpergola auf dem Burgplatz gut im Sichtfeld. Sie vollzieht die Umrisse des im 30-jährigen Krieg zerstörten Gebäudes in realer Dimension nach.

Neue Camera Historica im Gepäck

„Wir haben noch eine Übersetzung des Textes in Braille-Schrift in Auftrag gegeben“, erklärte Karsten Steinbach, stellvertretender Leiter des Fachbereiches Bau in der Stadtverwaltung. Die Sätze sollen noch in Metall graviert und voraussichtlich als Rahmen um die Tafel herummontiert werden. Mit ihr wurde das Areal, nach Heinzelbergen-Eröffnung, Platzgestaltung und Kräutergarteneröffnung wieder ein Stück vollständiger. Und Stapf hatte sogar noch mehr im Gepäck. Die neuen Camera Historica sind nun aber erst einmal eingelagert. Voraussichtlich bis Ende September werden die Fundamente dafür fertig, so Steinbach. Dann könnten die Stelen montiert werden. Die drei neuen Exemplare kommen zu den elf, die bereits im Stadtgebiet stehen, hinzu. Wer das Auge an den Spalt in den Gucksäulen führt, erblickt entsprechend der Standorte alte Ansichten und liest Informationen aus der Historie.

Hingucker im Stadtgebiet

Michael Stapf hat die Stadt schon mit vielen Objekten bereichert. 2002 ging es los. „Da hatte ich die ersten Entwürfe gemacht. Als die Flut kam, dachte ich, das wird nichts mehr mit dem Auftrag.“ Damals ging es um die Spiel-Kunst-Objekte auf der Grünanlage am Nordring. Dazu kamen mit den Jahren unter anderem die zur Plastik gewordene Geschichte von den Grillen und Ameisen vorm Bürgerhaus, jüngst auch der Lauschberg. Die Metallhalbkugel mit Hörtrichtern aus denen Heinzelmännchen-Geräusche zu hören sind, steht gleich in Sichtweite der Orientierungstafel. Selbst den Heinzel-Preis, der an verdiente Ehrenamtler geht, hat Stapf entworfen. Er kann Ideen zu seinen Vorschlägen sofort in neue Skizzen einfließen lassen, und er kann, was auf dem Papier steht, selbst Realität werden lassen. So entstanden auch die Objekte auf dem Burgberg in Zusammenarbeit mit der Heinzelmänchen-AG, in der Akteure aus dem Tourismus-Bereich, dem Stadtrat und der -verwaltung überlegen, wie die Legende der Heinzelmännchen, die zu Schloss und Burgberg gehören, geschickt ins Stadtbild zu bringen ist.

Von Heike Liesaus

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