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Eilenburg Schrottdiebe sorgen für Unsicherheit im Gewerbegebiet Sprotta-Paschwitz
Region Eilenburg Schrottdiebe sorgen für Unsicherheit im Gewerbegebiet Sprotta-Paschwitz
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00:35 02.03.2018
Anwohner Falko Linke zeigt die fehlenden Kanalabdeckungen im Gewerbegebiet Sprotta-Paschwitz. Quelle: Wolfgang Sens
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Sprotta

Das ist alles andere als ein Kavaliersdelikt: Im Gewerbegebiet zwischen Sprotta und Paschwitz fehlen zahlreiche Metalldeckel von Straßenabläufen. Schrottdiebe haben sie aus ihren Fassungen gehoben und zum Verkauf mitgenommen – und das nicht zum ersten Mal, wie Bürgermeister Roland Märtz (CDU) mitteilt: „Das ist schon einige Male auf dem Gelände passiert.“ Die unbekannten Täter zu fassen, sei mit den gegebenen Mitteln unmöglich. Auch deshalb habe die Gemeinde keine Anzeige bei der Polizei erstattet. Neue Deckel zu installieren, sei allerdings zu teuer. Und so verfügen viele Schächte über keine oder nur eine provisorische Abdeckung.

Fehlende Abdeckungen gefährden Straßenverkehr

Das wiederum erhitzt die Gemüter von Bürgern in der nahegelegenen Sprotta-Siedlung. Falko Linke ist fast täglich im Gewerbegebiet unterwegs – unter anderem in den Morgenstunden, wenn er seine Kinder mit dem Fahrrad in die Kita bringt. Er betont: „Die fehlenden Metallgitter gefährden den Straßenverkehr.“ Lkw, die häufig auf dem Gelände einen Stopp einlegen, würden Radfahrer an den Straßenrand drängen. Die Gefahr, zu stürzen, sei groß, vor allem bei Dunkelheit.

Wie berichtet, hat sich die LVZ jüngst vor Ort umgeschaut und dabei festgestellt, dass mindestens zwei der viereckigen Straßeneinläufe keine Abdeckung haben. Linke hat diese Zählung erstaunt. Seiner Prüfung nach mangelt es an weitaus mehr Stellen an einer ausreichenden Schutzvorrichtung.

Bürgermeister verspricht schnelles Handeln

Bei einem weiteren Ortsbesuch, diesmal gemeinsam mit der LVZ, zeigt der 38-Jährige vier Einläufe in der Gehrenstraßen, die ohne Metalldeckel daherkommen respektive nur einen provisorischen aus Holz oder etwas Ähnlichem besitzen. Das gleiche Bild offenbart sich in der Eisenbahnstraße und am nördlichen Ende der Vogelherdstraße. Obwohl keine offenen Schächte auszumachen sind, besteht tatsächlich vielfach die Gefahr, bei Unachtsamkeit mit dem Fahrrad zu stürzen. Bürgermeister Roland Märtz bekräftigt abermals: „Wir werden die Verkehrssicherheit so schnell es geht mit Hilfe viereckiger Betonwürfel wiederherstellen.“

Seit anderthalb Jahren weist Falko Linke in den Gemeinderatssitzungen auf den Zustand des Gewerbegebietes hin. Was ihn neben den fehlenden Kanalabdeckungen stört, sind die Gehwege. „Es sieht total fatal aus“, meint der Familienvater bei der Ortsbegehung, unter anderem auf die Passage entlang der Vogelherdstraße verweisend. Die ist fast vollständig zugewachsen. Unkraut bricht sich über dem Pflaster Bahn. Überhängende Äste führen zu Behinderungen. „Da muss etwas geschehen“, betont der Anwohner. Zumal der Weg im Sommer vollends unter dem dichten Dickicht verschwinde. „Wie soll sich hier Gewerbe ansiedeln?“, fragt Linke.

Der schlechte Zustand der Gehwege ist offensichtlich. Quelle: Wolfgang Sens

Eine Frage der Kosten

Von Seiten der Gemeindeverwaltung heißt es, die Fußwege werden demnächst abgemäht. Mit Blick auf die Kosten sagt Gemeindechef Märtz: „Das, was dringend notwendig ist, machen wir sofort. Alles andere steht weiter hinten auf der Prioritätenliste.“

Von Matthias Klöppel

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