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Schüler erkunden die Dübener Heide

Schulwandertag Schüler erkunden die Dübener Heide

Am Dienstag unternahmen Schüler aus Eilenburg, Doberschütz und Bad Schmiedeberg einen Wandertag in der Dübener Heide. Ziel ist es, mit der Organisation verschiedener thematischer Wanderungen Erfahrungen für die weitere Ausgestaltung des Sächsischen Wandertages zu sammeln.

Bevor es auf Wanderschaft ging, stellten sich die Eilenburger, die Bad Schmiedeberger und Doberschützer nebst Ehrengästen auf der Wiese vor der Bad Dübener Burg zum Gruppenfoto auf.

Quelle: Kathrin Kabelitz

Bad Düben. Wandern mit der Schulklasse? Ist doch öde. Oder auch nicht, wenn der Tag so abläuft wie der gestrige, als Dritt- und Viertklässler aus Eilenburg, Doberschütz und Bad Schmiedeberg zum Schulwandertag erlebnisreiche Stunden in der Dübener Heide verbrachten. Unterstützt wird der Tag im Rahmen des Projektes „Wandertourismus in Sachsen 2016“, das vom Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum in Kooperation mit dem Christlich Sozialen Bildungswerk Sachsen und dem Verein Landurlaub in Sachsen umgesetzt wird.

Weil das so ist, konnten die Organisatoren um Axel Mitzka vom Verein Dübener Heide Prominenz aus Politiker- und Verbands-Kreisen begrüßen. Die Damen und Herren, unter ihnen die Landtags-Abgeordneten Volker Tiefensee und Jörg Kiesewetter, Lars-Jörn Zimmer (alle CDU), die Bürgermeister aus Doberschütz, Gräfenhainichen und Tornau, Roland Märtz, Enrico Schilling und Udo Reiss sowie Naturparkleiter Thomas Klepel, Peter Neunert und Torsten Holzkamp vom Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum, wanderten zwar nicht mit, verliehen dem Ganzen aber einen offiziellen Anstrich.

Aus gutem Grund. Erstmals startete ein solches Projekt in der Heide. Eine bewusste Entscheidung, wie Peter Neunert sagte. Vom Dübener-Heide-Verein habe er vom Bestreben der Doberschützer erfahren, die erste Naturpark-Schule im Osten Deutschlands zu werden. Und warum sollte nicht solch eine Wanderaktion als Pilotprojekt in dieser Gegend starten, zumal es gute Verbindungen zum Verein gäbe. „Am 13. Juni könnte es offiziell werden“, so Roland Märtz. Als Vertreter Sachsens im Verband Deutscher Naturparke habe er die Idee gewissermaßen gezündet, doch ohne Elternrat, Schule und Verein wäre das Feuer erloschen. Natur, Pflanzen und Tierwelt – all das ist in vielfältiger Form im Unterricht präsent.

Ideen für den Sächsischen Wandertag sammeln

Passend dazu jetzt die Teilnahme am Schulwandertag.Theoretisch fand er zuvor schon statt, als Naturparkführerin Birgit Rabe in den Schulen zu Gast war und die Kinder einstimmte. Ziel ist, mit der Organisation verschiedener thematischer Wanderungen Erfahrungen für die Ausgestaltung des Sächsischen Wandertages zu sammeln. Für die Ausrichtung der 2017-er Auflage hat sich Bad Düben beworben. Auf die Entscheidung muss gewartet werden, erst beim Deutschen Wandertag in Sebnitz Ende Juni wird der Ausrichter offiziell bekannt gegeben.

Was Hänschen nicht lernt ..., umschrieb Peter Neunert bildlich, warum Kinder im Fokus dieses Wandertages stehen. Am Naturparkhaus war Treff. Eine der Stationen: das 2015 errichtete BEE-PASS-Bienenhaus zum Anfassen. Die Bienen können durch ein Fenster, ohne sie zu stören, beobachtet werden. Heike Jäckel erklärte den Kindern nicht nur die Funktionsweise, sondern schmierte eifrig Honigbrote, die es als erste Stärkung gab. Die brauchten sie auch. Rund viereinhalb Kilometer ging es entlang der Heide-Biber-Tour zum Hammerbachtal. Gäste- und Wanderführer leiteten die vier Gruppen.

Hammerbachtal in Tornau als Ziel

So wie Iris Elz, die mit ihren Mit-Wanderern immer mal wieder einen Stopp einlegte, die Pflanzen- und Tierwelt erklärte. Für die Steppkes der 3. Klasse eine schöne Abwechslung. Leon hat schon in der Bienen-AG eine Menge gelernt. Und weil er Leichtathlet ist, genau wie Kumpel Elias, machte ihm das Laufen nichts aus. Maria fand das Keschern im Hammerbach gut: „Wir lernen viel über Biber und Pflanzen, haben Käferlarven und Egel gefunden.“

Ziel des Marsches war das Hammerbachtal in Tornau. Hier pflanzten die Kinder für Bibermaskottchen Billy Bockert ein paar Fruchtzwerge – heißt: Apfelbäume, bevor nach einer Mittags-Stärkung der Wandertag endete.

Von Kathrin Kabelitz

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