Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Schwerter drehen sich: Wirte sprechen von Phänomen
Region Eilenburg Schwerter drehen sich: Wirte sprechen von Phänomen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:48 22.12.2011
Anzeige

. Hier wiederholte sich vor wenigen Tagen ein unerklärliches Phänomen zum dritten Mal. Zwei Schwerter, welche die Wand am Eingang dekorieren, haben sich aus unerklärlichen Gründen gedreht und das genau am Geburtstag des Schwedenkönigs Gustav Adolf. Der war 1632 im Dreißigjährigen Krieg in der Schlacht bei Lützen gefallen und bei der Überführung nach Schweden eine Nacht im Gasthaus aufgebahrt gewesen.

„Beim ersten Mal haben wir uns nichts weiter dabei gedacht", erklärt Jürgen Schneider, der Vater des Wirtes Marcus. Vor drei Jahren hatten sich in der Nacht des 19. Dezembers zwei Deko-Schwerter, die im Roten Hirsch die Wand zieren aus unerklärlichen Gründen gedreht. Statt der Griffe zeigten die Klingen nach oben. Das ließ sich auf alle Fälle mit dem Schwerpunkt erklären. Denn diese Teile weisen nun mal mehr Gewicht auf. Ansonsten gab es keine Erklärung für die Erscheinung. Einfach angestoßen haben kann sie niemand, denn sie hängen weit oben an der Wand. Um heranzukommen, ist eine Leiter nötig. „Wir haben die Klingen einfach ein bisschen weiter in die Halterung gesteckt und das Ganze wieder richtig herum aufgehängt", erinnert sich Anja Kitzing.

Dann blieb es auch viele Monate lang ruhig um die Schwerter. Doch Anfang Dezember begannen sie sich leicht zu bewegen. Und schließlich, wieder am Abend des 19. Dezember: „Ich hatte eben noch hingesehen, da hingen sie richtig herum, dann komme ich aus der Küche und sie hatten sich wieder gedreht", erzählt die Wirtin. Und das ausgerechnet an einem 19. Dezember, an dem Gustav Adolf nach dem julianischen Kalender geboren ist? „Vielleicht hat er da immer eine Geburtstagsparty", schmunzelt Jürgen Schneider. Mit den Schwertern selbst jedenfalls hätte es nichts auf sich. „Das sind einfache Deko-Objekte, nichts Besonderes." Immerhin machte die Familie erst einmal ein Dokumentations-Foto mit Tageszeitung und wartete das nächste und damit dieses Jahr ab. Am Montag, dem 19. Dezember, war Ruhetag „und wirklich niemand in der Gaststätte", so der Bericht. Und tatsächlich: Als die Gaststättenpächter am Tag danach die Räume betraten, waren die Klingen wieder nach oben gestellt. Alle guten Dinge sind drei und deshalb ein Grund, das alles mal der breiteren Öffentlichkeit mitzuteilen. „Wir waren es wirklich nicht", beteuern Vater und Sohn, dass da niemand dran gedreht habe. Sie seien ja eher nicht fürs Paranormale, aber nun sehr gespannt, ob sich die Schwert-Wendung im kommenden Jahr wiederholt. „Wir haben jedenfalls keine Erklärung dafür. Aber wir sehen es positiv. Überhaupt betrachten wir Gustav Adolf als guten Geist", sagt Jürgen Schneider. „Er hat wohl immer seine schützende Hand über das Haus gehalten: Als die Stadt zum Ende des zweiten Weltkriegs beschossen und fast alles zerstört wurde. Auch in den 90er-Jahren als der Abriss quasi schon beschlossene Sache war, hatten sich wieder Menschen gefunden, die sich für das Haus einsetzten."

Heike Liesaus

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

[image:phpO7pPfL20111218174702.jpg]
Eilenburg. Pfarrer Sebastian Zebe verlässt nach noch nicht einmal zweijähriger Dienstzeit die Rinckart-Gemeinde in Eilenburg.

18.12.2011

[image:phpVo0vzg20111213092637.jpg]
Hohenprießnitz. Das Barockschloss Hohenprießnitz (Gemeinde Zschepplin) hat einen neuen Besitzer.

13.12.2011

[image:phpV51c6020111211174922.jpg]
Eilenburg. Fast zu Tränen gerührte ältere Dame. Ihre Tochter erklärte, dass Martha Kunath „die beste Mutter von der ganzen Welt" sei.

11.12.2011
Anzeige