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Eilenburg Schwimmhalle bleibt beliebteste Einrichtung in Eilenburg
Region Eilenburg Schwimmhalle bleibt beliebteste Einrichtung in Eilenburg
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18:40 23.07.2018
Die Eilenburger Schwimmhalle ist die beliebteste Freizeiteinrichtung der Muldestadt. Quelle: Wolfgang Sens
Eilenburg

Wohnen in der Muldestadt: Offensichtlich wird das immer attraktiver. Die 16 000er-Marke bei den Einwohnerzahlen wurde jedenfalls inzwischen geknackt. Dass bezahlbares Bauland und günstige Mieten allein als Argument für das Hierbleiben oder Herziehen nicht reichen, weiß man bei der Stadt. Auch deshalb plant sie in diesem und in den nächsten Jahren jeweils rund eine Million Euro für ihre Kulturunternehmung ein. In dieser 100-prozentigen Tochter der Stadt bündelt diese mit Bürgerhaus, Schwimmhalle, Bibliothek und Museum (samt Touristeninformation) die vier freiwilligen Bereiche in eigener Regie. Dass diese durchaus Anziehungskraft besitzen, belegen einmal mehr die Zahlen, die jetzt für 2017 im Zusammenhang mit der externen Wirtschaftsprüfung bekannt geworden sind.

Insgesamt, so bleibt zunächst einmal festzustellen, bewegen sich die Besucherzahlen im vergangenen Jahr in allen vier Einrichtungen ziemlich exakt auf dem hohen Niveau von 2016. Doch wie sieht es konkret aus?

Die Schwimmhalle

Die Schwimmhalle bleibt die mit Abstand beliebteste Einrichtung der gesamten Stadt. Sie suchten 2017 wieder reichlich 86 000 Besuchern auf. Damit hat sie auch weiterhin mehr Gäste als der Tierpark, der im vergangen Jahr 71 000 Besucher zählte. In der Schwimmhalle fanden insbesondere die bereits im Sommer 2016 weggefallenen Zeitlimitierung, aber auch der eigene Reha-Sport und das erweiterte Shopangebot viel Anklang.

Das Bürgerhaus bei einem Benefizkonzert eines USA-Orchesters zugunsten der Kinder- und Jugendarbeit des Mehrgenerationenhaus Arche Eilenburg Quelle: Wolfgang Sens

Das Bürgerhaus

Das Bürgerhaus erfreute sich mit 45 600 Besuchern bei 374 Veranstaltungen aller Art ebenfalls einer hohen Besuchergunst. Anders ausgedrückt: An jedem der 365 Kalendertage im Jahr kommen durchschnittlich 125 Besucher ins Bürgerhaus, um Jugendweihe, Abi- und Tanzstundenbälle zu feiern, beim Tanztee und Fasching die Geselligkeit, bei Konzert, Kabarett und Theater Kultur zu genießen. Das Bürgerhaus selbst hat sich als Veranstalter längst über die Muldestadt hinaus einen guten Namen gemacht. Und so freuen sich die Eilenburger in diesem Jahr beispielsweise noch auf Thomas Störel (Kabarett Sanftwut), Rüdiger Hoffmann, Peter Meyer mit den Puhdys-Geschichten oder auch auf Gojko Mitic und Gregor Gysi.

Im Museum gibt es derzeit eine Sonderausstellung zum Dreißigjährigen Krieg. Foto: Anke Herold

Das Museum

Im Museum blieb die Besucherzahl 2017 mit 6500 ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres. Das Museum hatte an 288 Tagen geöffnet, davon an 27 Tagen zusätzlich zur regulären Öffnungszeit. Insgesamt wurden hier 296 museumspädagogische Veranstaltungen durchgeführt, davon allein die historische Schulstunde „Anno 1925“ 96 Mal.

Bibliothekarin Silke Altmann (links) und Leiterin Elke Fritzke bei der Präsentation der On-Leihe. Quelle: Mathias Schönknecht

Die Bibliothek

Während ins Museum die Eilenburger gern mit ihren Gästen kommen, hat die Bibliothek ein festes Eilenburger Stammpublikum und zählt weiterhin reichlich 1000 aktive Leser. Auch die Zahl der Ausleihen blieb mit rund 70 000 konstant. Zu den bibliothekseigenen 57 Veranstaltungen wurden zudem knapp 1000 Gäste gezählt.

Das steht im Wirtschaftsbericht

Für alle gemeinsam gilt: Ohne Moos nichts los. Die externen Wirtschaftsprüfer bestätigen zwar, dass der städtische Eigenbetrieb unter Leitung von Heiko Leihe mit dem Zuschuss von einer Million Euro in der Lage ist, die vollständigen Abschreibungen und die mitunter gar nicht so kleinen Reparaturen zu erwirtschaften. So sind allein in der Schwimmhalle in der jüngeren Vergangenheit beispielsweise eine Viertelmillion Euro für die Mängelbeseitigung an den Fliesen und die Sanierung der Schwallwasserbehälter aufgelaufen. Investitionen, so die Wirtschaftsprüfer, seien mit dem Zuschuss nur geringfügig möglich.

Im Fokus haben die Prüfer zudem die äußert knappe Personaldecke. Derzeit teilen sich 23 tariflich Beschäftigte 19,5 Stellen. In dem Prüfbericht heißt es dazu unter anderem: „Die Bibliothek wird über zwei Vollbeschäftigte betrieben, was bei krankheitsbedingten Ausfällen zu Schwierigkeiten bei der Sicherstellung der Öffnungszeiten führt. Analog besteht das Problem im Museum, wo vor allem die Sonntagsöffnungszeiten mit den Arbeitszeitvorschriften und dem Mitarbeiterstand kollidieren.“ Hier, so der Ausblick, könne die geplante Zusammenlegung beider Einrichtungen etwas Abhilfe schaffen.

Von Ilka Fischer

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