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Eilenburg Senioren in Eilenburg haben Angst auf der Leipziger Straße
Region Eilenburg Senioren in Eilenburg haben Angst auf der Leipziger Straße
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11:04 16.09.2016
Auch Matthias Bradke von der Beratungsstelle der Polizeidirektion Leipzig hat aufmerksame Zuhörer in der Eilenburger Seniorenwoche.   Quelle: Karin Rieck.
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Eilenburg

 Bürgerpolizist Mario Golle war wieder mit der Kamera „auf der Jagd“. Was der Polizeihauptkommissar dabei eingefangen hat, zeigte er Donnerstagnachmittag den Besuchern der traditionellen Sicherheitskonferenz im Bürgerhaus, stets einer der Programmpunkte in der Woche der Senioren in Eilenburg. Und während sich zur gleichen Zeit im großen Saal die reiferen Semester beim Tanztee vergnügten, verfolgten im kleinen immerhin noch 25 Gäste, was Polizeibeamte wiederholt zum Thema Schutz vor Einbrechern und zum Verhalten im Straßenverkehr zu sagen hatten.

Fotojagd auf Verkehrssünder

In der zweiten Hälfte der Veranstaltung ging es unter anderem um Geisterfahrer auf dem Rad und Pedalritter, die selbst an wenig befahrenen Trassen der Muldestadt den Fußweg bevorzugen. „Zum Beispiel auf dem Dr.-Külz-Ring“, dokumentierte Golle ein Beispiel seiner Fotosafari. Doch auch wer einen ausgewiesenen Radweg in der falschen Richtung entlang fährt, riskiere eine Abmahnung, sollte ihn der stadtbekannte Bürgerpolizist oder einer seiner Kollegen dabei erwischen. „Zunächst wird meist ermahnt“, so der Beamte. Wer wiederholt angehalten werden müsse, den koste das auch mal zehn Euro. „Denn jeder weiß eigentlich, dass er das nicht darf und handelt trotzdem“, wird unterstellt, „mit Vorsatz.“

Die Senioren halten aber auch diesmal mit ihrer Kritik an die Vertreter des Polizeireviers und des Ordnungsamtes und Vorschlägen nicht hinter den Berg, wie Radeln im Besonderen und mehr Disziplin im Straßenverkehr im Allgemeinen besser funktionieren könnten. Denn auch andere Bilder, wie sie Golle zeigt, kennt jeder: Auf Rad-und Fußwegen abgestellte Pkw, Pedalritter, die sich in der Torgauer Straße selbst durch einen Freisitz schlängeln, ohne abzusteigen. „In der viel befahrenen Leipziger Straße haben ältere Menschen aber auch Angst, auf der Straße zu fahren“, wird ein Bild kommentiert, das einen Radler an der Markt-Apotheke zeigt. Golle lässt das nicht gelten: „Es gibt Ausweichmöglichkeiten.“

Hinweise an die Polizei

Mitgenommen haben die Ordnungshüter den Hinweis, auch Asylbewerber mit der Straßenverkehrsordnung vertraut zu machen. In der Mauerstraße sorgt gerade für Diskussionen, weil hier der Nachwuchs von Migrantenfamilien auf Straße, Wegen und zwischen Fahrzeugen über die Stränge schlägt. Auch die Radwege-Situation im Umfeld von Schulen sollte auf den Prüfstand. Dort werde ohnehin auf Fußwegen geradelt, die dafür zum Teil auch Platz bieten. „Die Mühlen der Bürokratie mahlen manchmal aber langsam“, zeigte Golle an, dass diesbezüglich schon Veränderungen in Arbeit seien.

Von Karin Rieck

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