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Eilenburg Siebenköpfige Zweimannband
Region Eilenburg Siebenköpfige Zweimannband
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15:21 19.05.2015
Auch wenn der ein oder andere angekündigte Hit ausblieb, per Instrument und Humor sorgt das Duo Schramm/Walther für Lachausdauer. Quelle: Anke Herold

" Damit hatte er recht. Üblicherweise wird sonst zum Ende der Veranstaltung großzügig applaudiert, aber schon der kurzzeitige Auftritt der Vorband "Pullert und Friends" und deren Abgang garantierte das Lachmuskeltraining des abendlichen "Kasperetts".

Eben dieses boten die beiden Männer mit imitiertem Damenhaarschopf, der eine in kurzer Hose, der andere im Batman-Shirt, schon allein durch ihr Äußeres. Mit sprunghaft intellektuellem Wortwitz und einfältigen Verhaspelungen boten die Entertainer durchdachten Humor der Extraklasse.

Immerhin kam es für den Galeriegast anders als erwartet: Egal, ob es der vermeintlich angekündigte Hit war, der plötzlich ausblieb oder das abrupte Einsetzen überlanger Sprechpausen - diese wurden mit derart verschrobener Mimik und Gestik gestopft, dass manchem Zuhörer kaum eine Lachpause gegönnt war. So mussten auch die Galeriebetreiber einiges aushalten, denn die Parodisten hielten sich mit der Lokalstudie über "die renommierteste Galerie in Eilenburg, dem grauen Gewölbe", wenig zurück und versorgten den gemeinen Eilenburger mit selbigem Spott. So kommen die Muldestädter ja trotz Übung auf der hiesigen Sprungschanze nicht aus der Stadt heraus, denn sie landen ja in dieser immer wieder. Umso besser, dass da die Einwohner von dem Duo Besuch bekamen, um auf die tapferen Gesichter ein Lächeln zu zaubern.

Aber auch mit globalem Witz sparten die "Kasperettisten" nicht. Und so gelang auch prompt der Schwenk in die politische Welt, zur NSA und unserer Kanzlerin. Nach gut einer Stunde exzessivem Spaß entließ die siebenköpfige Zweimannband die Zuschauer in eine "viertelstündige Pause von etwa zwanzig Minuten".

Auch danach hatten die beiden weder Kosten noch Mühe, um sich über Zeitansagen von Zweidrittelsechs, also 5.40 Uhr, bis zur ausufernden Beschreibung von Karnickelställen auszulassen. Mit dieser detailverliebten Kleinkunst und einer toll umgesetzten Zugabe entließen die Schauspieler schließlich die lachtrunkenen Gäste in die Eilenburger Nacht. Und einmal mehr wurde klar: Auch im Kabarett gibt es immer noch eine Steigerung.

Anke Herold

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.11.2013
Anke Herold

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