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Eilenburg So sparsam gehen die Eilenburger mit Wasser um
Region Eilenburg So sparsam gehen die Eilenburger mit Wasser um
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00:36 23.03.2018
Das fünfjährige Mädchen Amy trinkt Leitungswasser aus einem Wasserhahn. Quelle: dpa
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Eilenburg

Wasser bedeutet Leben. Pflanzen, Tiere, Menschen benötigen es. Wasser ist die einzige chemische Verbindung auf der Erde, die in der Natur als Flüssigkeit, als Festkörper und als Gas vorkommt. Daniel Jahn, technischer Leiter des Versorgungsverbundes Eilenburg-Wurzen, beantwortet zum Tag des Wassers Fragen rund um das Nass.

Wie groß ist ihr Versorgungsgebiet?

Unser Versorgungsgebiet reicht von Bad Düben, über Eilenburg, Wurzen bis Brandis. Das umfasst etwa 25 000 Anschlüsse. Wir versorgen so rund 90 000 Einwohner mit Wasser.

Wo kommt das Wasser dafür her?

Wir betreiben fünf Wasserwerke in unserem Gebiet. Sie befinden sich in Bad Düben, Beucha, Kühren, Wedelwitz und Wurzen. Aus ihnen stammt etwa 50 Prozent des gesamten Aufkommens. Der andere Teil kommt überwiegend von der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz. Unser Leitungsnetz, ohne die Hausanschlüsse, umfasst rund 1000 Kilometer.

Wie ist die Qualität unseres Wassers?

Wir haben hier je nach Region unterschiedliches Wasser. In Eilenburg gibt es beispielsweise mittelhartes, in Bad Düben weiches. Die Qualität ist gut. Unser Wasser wird regelmäßig nach der Trinkwasserverordnung untersucht. Über fünfzig Parameter werden dabei kontrolliert. Die Untersuchungsergebnisse aller Trinkwassereinspeisungen in unser Netz findet man auf unserer Homepage www.v-e-w.de veröffentlicht. Damit sind sie allen Kunden zugänglich und transparent.

Wie steht es um den Wasserverbrauch? Sind Ihre Abnehmer sparsam?

Im Jahr 2016 lag der Wasserverbrauch im Durchschnitt pro Einwohner und Tag bei 95 Litern. Hier fließt alles ein. Also von Wasser beim Kochen, über das für die tägliche Hygiene bis hin zum Wäschewaschen. Die Zahl von 2017 liegt noch nicht vor. Ich kann aber sagen, dass ein Tiefpunkt im Verbrauch vor zehn Jahren lag, als jeder Einwohner pro Tag fünf Liter Wasser weniger verbrauchte.

Wie sehen Sie die weitere Entwicklung?

Ich denke, dass die Grenze beim Wassersparen erreicht ist. Die technischen Entwicklungen beispielsweise bei Waschmaschinen, Geschirrspülern oder bei Duschköpfen dürften auf diesem Gebiet bald ausgereizt sein.

Besteht die Möglichkeit bei Ihnen, auch mal einen Einblick in ein Wasserwerk zu erhalten?

Einmal im Jahr laden wir zu einem Tag der offenen Tür ein. In diesem Jahr fand er bisher noch nicht statt. Wenn es so weit sein sollte, dann werden wir natürlich unsere Kunden und alle anderen Interessenten darüber informieren. Jetzt zum Tag des Wassers haben wir keine besondere Aktion geplant. Für Schulklassen und andere Gruppen sind wir gern bereit, Partner für Projekte rund um das Wasser zu sein. Wo Interesse besteht, der kann sich gern an uns wenden.

Vor welchen großen Herausforderungen stehen Sie 2018?

Wir planen einen Ersatzneubau für unser größtes Wasserwerk in Wedelwitz. Am 8. Februar gab es von der Verbandsversammlung auf einer Sondersitzung grünes Licht dafür. Das heißt, wir erhielten auch die Zustimmung, einen Kredit für einen Teil der Finanzierung aufzunehmen. Insgesamt kostet das Vorhaben nach derzeitigem Stand rund 8,8 Millionen Euro.

Wie geht es nun weiter?

Derzeit ist das Verfahren zum Erhalt der Baugenehmigung angelaufen. Noch in diesem Jahr wollen wir mit dem Bau beginnen. Wir rechnen mit einem Zeitraum von zwei bis vier Jahren, um den Ersatzneubau fertig zu stellen und anschließend das alte Wasserwerk zurück zu bauen. Alles wird bei laufender Versorgung passieren und damit keine Auswirkungen auf unsere Lieferleistungen haben.

Von Bärbel Schumann

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