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Eilenburg So warnt die Stadt Eilenburg bei Hochwasser
Region Eilenburg So warnt die Stadt Eilenburg bei Hochwasser
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17:35 09.03.2018
2013 war es so knapp: Im Fall Hochwasserfalles müssen auch die Bewohner der Eilenburger Innenstadt ihre Häuser verlassen. Sie werden durch Lautsprecherdurchsagen informiert. Quelle: Patrick Hastrich
Eilenburg

Sachsen hat jetzt das neue Frühwarnsystem vor Hochwasser durch Starkregen in Betrieb genommen. Es soll mit einem engen Pegelnetz und Prognosen Zeit schaffen, um Menschen oder Sachen in Sicherheit zu bringen. Doch wie erfahren die Eilenburger konkret, wenn sich eine Flutwelle bedrohlich nähert?

„Es gibt festgelegte Meldeketten“, erklärt Heiko Leihe, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus. Je nach Betroffenheit werde bei bestimmten Alarmstufen informiert. So erhalten Schäfer in der Aue schon bei niedrigen Warnstufe Nachrichten, auch die Betriebe auf der Mühlinsel, die als Überflutungsgebiet ausgewiesen ist und für die es deshalb keinen Hochwasserschutz gibt. „Wir können aber nicht einzelne Gartenbesitzer informieren“, so Leihe. Mitglieder der Sparten erhalten Information über ihre Vorsitzenden. „Das funktioniert“, berichtet Peter Heinemann, Vereinsvorsitzender bei der Anlage Sewastopol, die im Hochwassergebiet liegt.

Webcam an der Muldebrücke

„Die Nachricht bekomme ich sowohl von der Feuerwehr und vom Landkreis. Dann gebe ich das an die Pächter weiter.“ Er erhält die Meldung bei Hochwasserstufe I. „Dann hoffen wir, dass es nicht höher wird. Wenn doch, holen wir, was wichtig ist, aus den Gärten.“

Die Sensibilität der Eilenburger für die Gefahren, die die Lage am Fluss mit sich bringt, ist hoch. Die Erinnerungen ans Hochwasser 2002 und 2013 sind frisch. Auch wenn beim vorigen Mal die Hochwassermauern das Schlimmste verhinderten. So hat seit einigen Jahren eine Webcam an der Muldebrücke den Eilenburger Pegel im Blick. Bei Gefahrenlagen rückt sie in der Internetpräsentation der Stadt weiter vor. Zudem wird dann an der Laufschrift des Infopavillons auf dem Marktplatz der Pegelstand angezeigt.

Lautsprecherdurchsagen bei akuter Lage

Allen Anliegern hochwassergefährdeter Gebiete wurde die Möglichkeit geboten, persönlich per Telefon informiert zu werden. Es ist keine Sammel-SMS, die da losgeschickt wird. Es gibt Telefonlisten, die abgearbeitet werden. So kann auf Nachfragen, die erfahrungsgemäß aufkommen, sofort geantwortet werden. Wenn tatsächlich eine vorsorgliche Räumung des Innenstadtgebietes wie 2013 nötig ist, „schaffen wir es, direkt zu informieren, über Lautsprecherdurchsagen, mit Leuten, die durch die Straßen laufen“, erklärt Heiko Leihe. Ein Alarm mit den Sirenen im Stadtgebiet gibt es nicht. „Das würde nichts bringen. Denn dann wüsste immer noch niemand, was er tun soll.“

Von Heike Liesaus

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