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Eilenburg So will Langenreichenbach beim Dorfwettbewerb punkten
Region Eilenburg So will Langenreichenbach beim Dorfwettbewerb punkten
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11:55 20.03.2018
Detlef Bölke, Ortsvorsteher von Langenreichenbach, steht vor der Kirche in Langenreichenbach. Quelle: Bärbel Schumann
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Langenreichenbach

Bereits acht Mal haben sich die Einwohner von Langenreichenbach am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligt. In der aktuellen Runde zum Wettbewerb „Schönstes Dorf gesucht“ gewann der Ort mit weiteren zwei Dörfern auf Kreisebene eine Goldmedaille und qualifizierte sich für den Landeswettbewerb. Am 3. Mai bekommen die Einwohner Besuch von der Landesjury. Die LVZ fragte bei Ortsvorsteher Detlef Bölke (63) zum Stand der Vorbereitungen nach.

Wie bereitet sich Langenreichenbach auf die Landesjury vor?

Da wir schon mehrfach am Wettbewerb teilgenommen haben, wird bei uns nur vorrangig das bewertet, was in den letzten drei Jahren neu erreicht und geschaffen wurde, also was sich seit der letzten Teilnahme verändert hat. Obwohl der Wettbewerb auf die Zukunftsfähigkeit der Dörfer abstellt, wurde in den vergangenen Jahren auch immer die Schönheit, der optische Eindruck des Dorfes stark mitbewertet und da können wir einfach mit dem Ambiente der Dörfer im Gebirge nicht mithalten. Aber wir haben viele andere Dinge, die für Langenreichenbach sprechen.

Was sind das für Dinge, die Ihr Dorf diesmal in die Waagschale werfen will?

Ganz stark sind wir als Dorfgemeinschaft. Das Miteinander der Einwohner, aber auch auf dem Gebiet der Vereinsarbeit, ich glaube, da haben wir vielen anderen Orten etwas voraus. Es war richtig, den ehemaligen Dorfgasthof zum „Heidelbachsaal“ für das Dorf vor Jahren auszubauen. Das hat das Leben im Dorf stark verändert. Das ganze Jahr hindurch ist jetzt dort etwas los, hier finden Veranstaltungen vom geselligen Nachbarschaftsbier bis zu Rehabilitationssportangeboten statt. Wir haben elf Vereine im Ort, da wird es in der Freizeit nicht langweilig. Das wirkt sich auch auf das gute Miteinander im Ort aus. Wer sich hier wohl fühlt und verankert ist, der zieht auch nicht gleich weg und gibt so dem Dorf eine Zukunft.

Haben Sie auch noch etwas Neues, mit dem sie im Wettbewerb Punkte sammeln wollen?

Ja, das ist das Projekt zu unserem Pfarrhaus. Wir wollen es als Kirchgemeinde und Dorfgemeinschaft erhalten. Das gemeinsam erarbeitete Konzept sieht vor, daraus eine Art Begegnungsstätte zu machen. Das geschichtsträchtige Gebäude soll verschiedene Nutzungsmöglichkeiten erhalten. Wir denken da an einen Raum für die verschiedenen kirchlichen Gruppen. Das Haus könnte aber auch für Veranstaltungen unserer Kindereinrichtung, der Mini-Feuerwehr oder durch Vereine genutzt werden. Wir denken daran, offenen Gruppen einen Treffpunkt zu bieten. Für den Garten haben wir ebenso Ideen. Unser Antrag auf Förderung aus Leader-Mitteln wurde in dieser Woche vom zuständigen Regionalmanagement mit der Höchstpunktzahl bestätigt, sodass der erste Schritt zur Umsetzung getan ist.

Wird vor dem 3. Mai das ganze Dorf noch herausgeputzt?

In Vorbereitung des Wettbewerbes werden wir noch zwei Beratungen mit unseren Vereinen und Gewerbetreibenden durchführen, um die Strategie festzulegen. Ich bin auch überzeugt, dass die Langenreichenbacher wieder ihre Grundstücke auf Vordermann bringen. Ich hoffe außerdem, dass dann überall noch Blumen zu sehen sind. Wir haben immerhin in den letzten Jahren rund 80 000 Blumenzwiebeln gesteckt, um mehr Farbe in unser Dorf zu bringen.

Interview: Bärbel Schumann

Von Bärbel Schumann

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