Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Sorgen wegen Hochwasser in Hainichen
Region Eilenburg Sorgen wegen Hochwasser in Hainichen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:11 01.06.2018
Derzeit werden von Mitarbeitern der Firma Wacht Arbeiten am Deichverteidigungsweg erledigt. Quelle: Ilka Fischer
Hainichen

Die Starkregen der vergangenen Tage, die örtlich begrenzt Schäden hinterließen, lassen die Hainichener wieder des Öfteren sorgenvoll gen Mulde schauen. Denn die 350 Meter lange Nordflanke Hainichen, die die Rand-Eilenburger vor einem Hochwasser schützt, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommt, ist noch immer nicht fertig. „Warum wird der Deich nicht endlich geschlossen? Ich habe Angst, habe schon zwei Mal Hochwasser erlebt, und es ist doch nur ein kleines Stück offen“, sagt Einwohnerin Margot Graul. Die derzeitigen Hochwasser-Bilder im Fernsehen könne sie jedenfalls gar nicht mehr ansehen.

Es fehlen noch 50 Meter

Axel Bobbe, Betriebsleiter der Landestalsperrenverwaltung, bestätigt: „Es fehlt in der Tat nur noch ein rund 50 Meter langes Verbindungsstück zum Altdeich.“ Die Hauptarbeiten seien jedenfalls geschafft, in den nächsten Tagen beginnt die Begrünung. „Ende Juni wollen wir in Hainichen komplett fertig sein.“

Auf die Hochwassergefahr angesprochen, stellt Axel Bobbe fest: „So große Fließgewässer wie die Mulde können örtlich begrenzte Starkregen gut aufnehmen.“ Auch vor einem größeren Hochwasser müssten sich die Hainichener seiner Meinung nach nicht mehr fürchten.

Notfalls ist Lücke binnen Stunden dicht

„Sollte es jetzt im Juni tatsächlich zu einem größeren Hochwasser kommen, was derzeit aber überhaupt nicht absehbar ist, würde die Landestalsperrenverwaltung die Lücke binnen Stunden schließen. Versprochen.“

Insgesamt kostet das Projekt, das im Auftrag der Landestalsperrenverwaltung errichtet wird, rund eine Million Euro. Ein Teilstück des bestehenden Dammes war bereits nach dem Hochwasser 2013 mit Spundwänden stabilisiert worden. Bei dem weiteren Teil war wegen der Neubau-Absicht darauf verzichtet worden.

Projekt wurde schon 2002 angeschoben

Mit diesem Flügel, der näher am Dorf gebaut wird, bekommt die Mulde mehr Raum, was insbesondere den Anrainern flussabwärts zugute kommt. Doch das gesamte Vorbereitungs-Verfahren, das bereits nach dem Hochwasser 2002 angeschoben worden war, hatte mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht. Die Nerven der Hainichener, deren Dorf 2013 nur mehr als knapp der erneuten Überflutung entgangen war, wurden dabei arg strapaziert. Immer wieder hatten sie in den letzten Jahren ihre Ängste vor einer erneuten Überschwemmung des Dorfes artikuliert, sich mit Schreiben und der Forderung an die zuständigen Stellen gewandt, damit der Bau zügig umgesetzt wird.

Von Ilka Fischer und Bärbel Schumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Vertrauen, Ehrlichkeit und Liebe – das macht für Gerda und Werner Pusch das Fundament für eine lange Beziehung aus. Bei den beiden Pressenern hat es geklappt – sie konnten jetzt das Fest der Diamentenen Hochzeit feiern.

03.06.2018

Die Raupe ist drei bis vier Zentimeter lang und an einem schwarz-braunen Streifen auf dem Rücken zu erkennen. Menschen sollten Kontakt mit den giftigen Haaren des Eichen-Prozessionsspinners unbedingt vermeiden.

31.05.2018

Die Eilenburger Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (EWV) hat mit etwas Verzögerung in Eilenburg das nächste Großprojekt in der Eilenburger Innenstadt gestartet. In der Eckartstraße 21-23 soll ein viergeschossiges Wohnhaus komplett saniert werden.

31.05.2018