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Spatenstich für eine runde Sache: Bau des Kreisels auf dem Berg beginnt

Spatenstich für eine runde Sache: Bau des Kreisels auf dem Berg beginnt

Gute Laune beim ersten Spatenstich in Eilenburg: "Ostern geht reibungslos in eine sehr gute Sache über", stellte Nordsachsens Landrat Michael Czupalla (CDU) fest.

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Kleine Erdbewegungen, bevor es richtig los geht: Hans Poltersdorf als stellvertretender OBM, Markus Heier vom Landesamt für Straßenbau, Landrat Michael Czupalla, STE-Chef Leander Porzig und Dezernent Ulrich Fiedler (von links) schwenken die Spaten.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg. Er hätte auch "runde Sache" sagen können, denn am Dienstag war Auftakt für den Bau des Kreisverkehrs, der Bergstraße, Kospaer Landstraße und Rödgener Straße im Stadtteil Berg einbindet. Hier werde ein kleines Stück Erde bewegt, aber damit sinnbildlich ein zukunftsträchtiges Projekt angeschoben, das Eilenburger und Anwesenden seit Jahren vorangetrieben hätten, so der Landrat. Allerdings gab und gibt es kritische Stimmen, die am Sinn zweifeln. "Heute kenne ich aber auch keinen mehr, der mal gegen den City-Tunnel war", merkte Czupalla mit Ironie an. "Ich bin vehement dafür", erklärte später auch Hans Poltersdorf. Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat vertrat Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos) beim Spatenstich. Letztlich hätten sich Stadt- und Kreisräte gemeinsam für diese Investition entschieden.

Eine Million Euro sind veranschlagt. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr fördert den Bau zu 75 Prozent. "Das ist ein Segen für Eilenburg. Das bringt einen zügigeren Verkehrsfluss und wird den Gesamteindruck des Ortseingangs verbessern", betonte Poltersdorf. Zudem seien die beiden Ampeln hintereinander hinderlich. Mit dem Neubau sollen Staus reduziert werden. Die Feinstaubbelastung für die Anlieger soll ebenfalls zurückgehen, sagte Czupalla.

Doch bevor es so weit ist, wird mit Erschwernissen für Anlieger und alle, die diese Route sonst benutzen, zu rechnen sein. Gleich mehrere Straßen sind in den nächsten Monaten Sackgassen. Die Umleitung führt auch über die B 107, Fischerweg, Mittelweg in Richtung Leipzig und umgekehrt. Hier könnte es im Berufsverkehr erhebliche Staus geben. An der Zufahrt zum Mittelweg ist bereits eine mobile Ampelanlage aufgestellt. Und auch die weiträumige Umfahrung wegen der gesperrten B 87-Kreuzung in Taucha bringt bereits mehr Verkehr auf diese Strecke.

Bis Ende Oktober ist die Bauzeit geplant, erklärte Leander Porzig vom Unternehmen Straßen- und Tiefbau Eilenburg (STE), das mit der Ausführung beauftragt ist. "Alles wird hinterher anders aussehen. Die ersten vier Wochen wird es gewöhnungsbedürftig sein." Aus zwei Einmündungen wird ein Kreisel. Das ansässige BMW-Autohaus hat reagiert, will Flächen im Umfeld dazukaufen. Bisher standen die Gebrauchtfahrzeuge auf dem Schotterplatz. Dort war gestern die Fläche für den symbolischen Spatenstich ausgebaggert. Nach dem Kreiselbau soll das frei werdende Gelände vor der Tankstelle gegenüber dem Autohaus zur Präsentationsfläche mit Pavillon hergerichtet werden. Für die kommenden Monate aber ist die Zufahrt abgeschnitten. "Wir sind über den Mittelweg erreichbar", informierte Geschäftsführer Frank Müller. Einen Verkaufsbeschluss des Stadtrates gibt es ebenfalls für die 6000 Quadratmeter große Fläche, auf die der Discounter Aldi einen Neubau für seine bestehende Filiale stellen will. Allerdings soll dieser größer werden. Eine Anpassung des Bebauungsplanes ist noch nötig.

Jetzt aber wird als erstes der Fahrbahnbelag aufgefräst. Die Leitungen kommen in den Untergrund. Zur Investition für die Verkehrsanlage kommen die des Abwasserzweckverbands Mittlere Mulde (500 000 Euro), des Trinkwasser-Versorgungsverbandes Eilenburg-Wurzen (160 000 Euro) und der Stadtwerke (200 000 Euro) dazu.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.04.2015
Von Heike Liesaus

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