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Eilenburg Spektakulär - rasant - zündend: Rund 500 Gäste bei zweiter Eilenburger Pferdenacht
Region Eilenburg Spektakulär - rasant - zündend: Rund 500 Gäste bei zweiter Eilenburger Pferdenacht
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23:59 06.07.2014
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Zum zweiten Mal hatten die Filmtierschule Telligmann, Mathias Gürke von den Eilenburger Tanzgruppen und Feuerwerker Peter Schönberger diese Show binnen anderthalb Monaten gestemmt. "Die Premiere war ein Erfolg. Das Zusammenspiel von Pferden, Tanz, Pyrotechnik und Show gefiel den Besuchern. Deshalb haben wir die zweite Auflage auf die Beine gestellt", sagte Gürke. Als Vorprogramm hatten Telligmann und Co. Ponyreiten, Kremserfahrten, Stallbesichtigung und vieles mehr organisiert. Hingucker waren unbestritten die zahlreichen Kulissen aus Filmen, die den Weg zum Reitplatz säumten. Ein lauter Donnerschlag von Kanonieren des Kültzschauer Schützenvereins kündete vom Beginn, der Mitorganisator Gürke einige Überwindung abverlangte. Denn der Eilenburger kam gemeinsam mit Dietmar Telligmann auf zwei Friesen eingeritten. "Ich bin vor sechs Jahren unsanft vom Pferd gegangen. Seitdem habe ich es gemieden. Vor sechs Tagen sagte Dietmar dann zu mir, du reitest mit mir in die Eröffnung. Mir war ganz schön mulmig", gab Gürke zu.

Spektakulär kam Programmpunkt zwei daher. Telligmann zeigte die Überfallpassage aus dem Film "Der Medicus". Der Film kam im Dezember in die Kinos und spielt Ende des 11. Jahrhundert in England und Persien. Zum Einsatz kam hier sogar der originale Wagen aus dem Film. Einer der Wegelagerer war Schauspieler Jürgen Haase, bekannt von den Störtebeker-Festspielen auf der Insel Rügen oder als Old Shatterhand auf der Felsenbühne in Rathen.

Telligmann selber ist passionierter Reiter und bekannt für seine rassigen vierbeinigen Schönheiten im Stall. Viele seiner Tiere haben bereits bei namhaften Filmproduktionen mitgespielt. Und so zeigte der Pferdenarr nicht nur eine Auswahl seiner Filmkutschen und Gefährten, die unter anderem bei "Goethe", "Friedrich der II.", "Die Vermessung der Welt" oder "Hans im Glück" im Einsatz waren, sondern auch kleine Waschbären, die Gans aus Hans im Glück oder das Friesenpferd Iltschi, auf dem schon Winnetou gesessen hat. Und so ritten und fuhren bis zur Pause Pony- und Esel-Viergespänner, Kutschen und viele Pferde auf die Reitfläche. Einen Höhepunkt erlebten die Zuschauer, als Kamil aus Polen zur Zigeunermusik stehend auf den beiden Friesen Peter und Ivan im wilden Galopp einritt. "Der ist ein absolutes Talent. Er ist erst seit drei Monaten bei mir und vorher nie geritten", schwärmte Telligmann.

Nach der Pause ging es weiter mit Tinkerpferden, die frei zur Musik von "Der Fluch der Karibik" auf der Fläche ihr Können zeigten. "Tinkerpferde waren ursprünglich Zug- und Arbeitspferde der nichtsesshaften Bevölkerung", erklärte Gürke. Kurz vor dem Finale erlebten die Zuschauer, was passiert, wenn man ein schwarzes Friesenpferd zur Reinigung in eine Waschmaschine stellt und Praktikant August mit dem Waschgang betraut. Unter dem Gelächter der Gäste kam wenige Sekunden später ein kleines weißes Pferd heraus. "Das war wohl eine Nummer zu heiß", so Telligmann.

Zum Finale zeigte nicht nur Mister Fireman Karsten Wend aus Mörtitz sein Können mit schleudernden Feuerelementen, sondern auch die Tanzgruppen Eilenburg boten Grazie und Anmut im Glanze eines über ihnen abbrennenden Feuerwerks. "Ich bin begeistert", sagte Sabine Köste aus Kossen. Die Frau des verstorbenen Turn-Olympiasiegers Klaus Köste fand vor einigen Jahren den Weg zur Reiterei und ist seitdem als helfende Hand bei den Übungseinheiten der Schenkenberger Voltigierer dabei.

Fotos von der Pferdenacht unter www.lvz-online.de.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.07.2014

Steffen Brost

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