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Eilenburg Spektrum aufrechter Demokraten in Audenhain gegründet
Region Eilenburg Spektrum aufrechter Demokraten in Audenhain gegründet
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13:38 19.01.2016
Sandro Oschkinat Quelle: Foto: privat
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Audenhain

Normalerweise wird im Trailer im Mockrehnaer Ortsteil Audenhain gefeiert. Doch Sandro Oschkinat, der für die Freien Wähler im Gemeinderat sitzt, verhilft dem Saal immer mehr dazu, dass dieser Schauplatz politischer Veranstaltungen wird. Und nun gar der einer Vereinsgründung.

Seit dem Wochenende gibt es das Spektrum aufrechter Demokraten (SAD), den – nach eigenen Angaben – Verein für Meinungsfreiheit und Demokratieförderung. 26 waren bei der Gründung dabei, mittlerweile haben 32 ihre Unterschrift geleistet. Die Frauen und Männer kommen aus dem Raum Annaburg bis Leipzig, es sei eine bunte Mischung. Motivation nimmt Oschkinat aus der Gewissheit, dass die politische Kraft aus der Mitte fehle. Um Protest zu formulieren, müsse man nicht rechts oder links sein. Größtes Anliegen sei es, gewöhnliche Menschen stärker in politische Handlungen einzubinden und für die Vorteile und Werte der Demokratie zu interessieren: „Wir wollen Lösungsvorschläge für aktuelle Probleme ausarbeiten und verbreiten“, sagt der 33-Jährige. Im Mittelpunkt stehen der Dialog und die Ablehnung von Gewalt, weg von links oder rechts, „hin zum Verstand.“ Oschkinat hat selbst schon auf einer asylfeindlichen Legida-Demo in Leipzig gesprochen, sieht den SAD aber nicht als Ableger: „Es besteht nur Respekt.“

Satzung und Grundsatzprogramm wurden aufgestellt, sollen jetzt detaillierter ausgearbeitet werden. 31 Punkte sind benannt, die von Volksentscheiden, kostenlosen Kindergartenplätzen, Ächtung von Steuerhinterziehung, Bankenregulierung bis hin zur Diätenabschaffung für Politiker und einem Bürgergeld reichen. Geplant sind Treffen und Diskussionsrunden, bei denen sich jeder nach seinen Möglichkeiten einbringen kann. Oschkinat kündigte an, dass sich der Verein an Wahlen beteiligen will, sobald die Unterstützung in der Bevölkerung groß genug ist. „Wir sehen uns in der Tradition der demokratischen Bürgerbewegungen in der DDR, wollen nicht nur kritisieren, sondern Politik aktiv mitgestalten und verbessern.“

Von Kathrin Kabelitz

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