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Spenden aus Eilenburg und der Region erreichen Empfänger in Tiraspol

Spenden aus Eilenburg und der Region erreichen Empfänger in Tiraspol

Eilenburg/Tiraspol. Die Hilfe aus Eilenburg und Umgebung ist bei den Bedürftigen in der Transnistrischen Moldauischen Republik gut angekommen.

Wie berichtet, hatten viele Familien in der Vorweihnachtszeit Geschenke-Päckchen gepackt, wurden Bekleidung und Hilfsgüter gesammelt. Gerald Kräger, Initiator der Transporte berichtet, dass die Spenden ihren Weg zu den Empfängern fanden.

Am 6. und am 13. Dezember hatte sich jeweils ein großer Laster von Laußig aus auf den Weg gemacht. Die Transporter waren beladen mit 620 Weihnachtspäckchen, die in Eilenburg und Umgebung liebevoll gepackt worden waren, sowie 553 Säcken und Kartons, die Bekleidung enthielten. Der Laußiger Heizungsbauer Gerald Kräger, der dann im Januar, als auch das orthodoxe Weihnachtsfest gefeiert wurde, die Verteilung vor Ort übernahm, besuchte diesmal zwölf Dörfer in der Region Tiraspol. "Auf den Fotos ist die Stimmung, die wir dort erlebten, gar nicht so zu sehen. Es sind sicher einfache Menschen, aber sie sind dankbar und ehrlich. Da nimmt nicht einfach jeder mit, was ihm gefällt, sondern wird nachgedacht: Vielleicht wäre das was für die Oma, oder für den Enkel." Bürgermeisterin und Dolmetscherin indessen hätten wiederum nie etwas für sich gewollt, sondern für die Bewirtung des deutschen Gastes gesorgt. "Zwei weitere Dörfer konnten wir mit unserem Transporter nicht erreichen. Die Wege waren zu schlammig. Das ist dann erst wieder bei Frost möglich", erklärt er.

Die Situation der moldawischen Enklave, die sich als unabhängig betrachtet, aber international nicht anerkannt ist, habe sich auf alle Fälle in der Stadt gebessert. Dort wird die Infrastruktur zuerst ausgebaut, außerdem kommt eher Hilfe aus dem Ausland an. So engagiere sich mittlerweile in dem Waisenhaus, das vom Eilenburger Lionsclub saniert wurde, auch eine Organisation aus Österreich. Von den positiven Entwicklungen seien aber die ländlichen Regionen bisher noch abgeschnitten.

Auch der Lions-Club Tiraspol, der sich vor zehn Jahren gegründet hatte, macht jetzt mit großen Projekten von sich reden: "Da wurden zum Beispiel für ein Kind in kurzer Zeit 10 000 Dollar gesammelt, um eine Operation am offenen Herzen in Petersburg zu ermöglichen. Und sie haben ein Heim für die alten Menschen eingerichtet. Denn nach vielen sieht sonst niemand, weil ihre Kinder Tausende Kilometer weit weg arbeiten müssen." Die Tiraspoler Lions hatten dafür ein altes Gebäude von der Stadt übernommen, das dann dortige Firmen unentgeltlich sanierten.

Der 53-jährige Laußiger besuchte auch dieses Mal wieder den wegen eines Unfalls mit Kalkmilch erblindeten Wolodija. Nach wie besteht auch die enge Verbindung mit dem mittlerweile 18-jährigen Slavik. Das Schicksal des körperbehinderten Jungen bewegte die Eilenburger seit über zwölf Jahren. Kräger entdeckte den damals Sechsjährigen in jenem Waisenhaus. Slawik muss immer noch ein Korsett tragen, kommt zwei Mal jährlich nach Deutschland, wird von Medizinern und Reha-Technikern in Bad Düben unentgeltlich versorgt. Nun lernt er an einer Berufsschule in Tiraspol Schuster. "Aber mit Abitur, er will Pfarrer werden. Er macht gute Fortschritte", freut sich Kräger.

In diesem Jahr gingen auch Schulmöbel auf die Reise. Tische, Stühle, Tafeln, Schränke, Computerarbeitsplätze, Fernseher, Schulmaterial wie Polylux und vieles mehr - 12,5 Tonnen insgesamt. Das Material stammt aus der ehemaligen Mittelschule in Eilenburg-Ost. "Bisher sind etwa 40 Prozent an Ort und Stelle. Die Witterung hat bisher den Transport in die Schulen erschwert und außerdem wollen die Eltern jeweils in Eigeninitiative die Zimmer malern, bevor die Möbel kommen." Darüber wird also noch zu berichten sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.01.2014
Heike Liesaus

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