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Eilenburg Sperrmüll: Eilenburg stellt um
Region Eilenburg Sperrmüll: Eilenburg stellt um
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08:19 03.02.2010

. Das hat der Stadtrat auf seiner Sitzung am Montagabend mehrheitlich beschlossen. Bad Düben hatte eine ähnliche Neuregelung zu Beginn dieser Woche abgelehnt. Es bleibe wegen der anstehenden hohen Kosten bei der dezentralen Entsorgung, so Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Die Kurstadt gehört damit zu den sechs von insgesamt 29 Entsorgungsregionen in Sachsen, in denen die Sperrmüll- noch eine Straßensammlung ist.

Eine sauberere Stadt oder doch mehr Rücksichtnahme auf die Bürger? Kein legaler Platz mehr für Nicht-Sperrmüll oder doch mehr Raum für soziales Denken? Trotz Vorberatungen im Ausschuss für Bildung, Soziales und Finanzen bestand Diskussionsbedarf und Zeit dafür nahm sich der Stadtrat am Montag ausreichend. Wohl auch mit dem Gedanken im Hinterkopf, hier eine für den Bürger unter Umständen durchaus auch unpopuläre Entscheidung treffen zu müssen. Denn die alte Couch oder den kaputten Schrank an den Sammelplatz um die Ecke bringen, geht künftig nicht mehr. Stattdessen müssen Sofa und Co. künftig zum Entsorgungshof von Remondis in den Osten der Stadt transportiert werden. Wer diese Möglichkeiten des Transportes nicht hat, bekommt für diesen Ausnahmefall einen Container bis zu einem Höchstvolumen von 7,5 Kubikmetern gestellt, für ein Pauschalbetrag in Höhe von 50 Euro zu entrichten ist. Über die Ursachen für diesen Verwaltungsvorschlag aber besteht Einigkeit: die Art der bisher zweimal im Jahr stattfindenden Sammlung. Riesige Berge von Sperrmüll türmten sich oft schon Tage vor dem angekündigten Abholtermin auf, wegen der Unmengen waren die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdet. Zudem wurden immer wieder Mengen an Materialien abgeladen, die nicht in der Kategorie Sperrmüll verzeichnet sind.

Alles nicht schön und nicht gut, dennoch dürfe bei alldem nicht der Bürger vergessen werden – hieß es aus den Reihen der Linken, die begannen, nach anderen verfügbaren als der vorgeschlagenen Lösung zu suchen. „Ist eine einmalige Sammlung ins Kalkül gezogen worden beziehungsweise eine Entsorgung nach Bestellkartensystem und Tourenplan?“, wollte Linke-Fraktions-Chef Jürgen Prochnow wissen. „Beides würde zu noch mehr Kosten führen, das erste beim Entsorger, das zweite bei der Verwaltung“, so Jörg Böhme in der Kämmerei zuständig für Fördermittel, Kalkulation und Umlagen. Letztlich hätte auch das wieder der Bürger zu tragen. Auch Vorschläge wie die von Torsten Pötzsch (SPD): „Einmal pro Jahr kostenlos für Härtefälle“ oder Matthias Vogt (CDU) „Zweimal im Jahr an verschiedenen Standorten Container stellen, Remondis-Mitarbeiter überwachen die Entsorgung“ fanden keine Zustimmung. © Standpunkt

Kathrin Kabelitz und Heike Liesaus

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