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Eilenburg Sprotta-Siedlung: Eltern üben Kritik am Zustand der Kita „Siedlerzwerge“
Region Eilenburg Sprotta-Siedlung: Eltern üben Kritik am Zustand der Kita „Siedlerzwerge“
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08:00 15.03.2016
Der Siedlerklub steht als neue Kita für Sprotta-Siedlung nicht zur Debatte. Quelle: Thomas Jentzsch/Archiv
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Sprotta-Siedlung

Am 8. April will sich Bürgermeister Roland Märtz (CDU) mit dem Elternrat der Kindertagesstätte „Siedlerzwerge“ treffen. Und über den Inhalt eines offenen Briefes reden, der an die Gemeindeverwaltung Doberschütz gerichtet ist und zurzeit auch im Netz kursiert. Auf Bildern dazu sind verschiedene Mängel im Haus und auf dem Spielplatz abgebildet. Die Verteilung der Gemeindemittel an örtliche Kindereinrichtungen in den Haushaltsjahren seit 2014 seien „nicht nachvollziehbar“. Die Siedler im Doberschützer Ortsteil kritisieren eine „ungerechte Verteilung“, fühlen sich „stiefmütterlich behandelt“. Die Kita, in der 40 Kinder betreut werden, sei zu klein und renovierungsbedürftig, Spielgeräte auf dem Außengelände veraltet. „2004 hat die Einrichtung den Anbau bekommen, 2007 wurde das Dach repariert“, erinnerte das Gemeindeoberhaupt. „Wir können vieles eben nur Stück für Stück in Ordnung bringen. 2017 ist für die Kita ein neues Spielgerüst vorgesehen.“

Märtz weist Vorwürfe, für Sprotta-Siedlung würde nicht genug getan, zurück. Und ergreift Partei für den Ort Mölbitz, „wo in 25 Jahren weit weniger passiert ist“. Denn im Fokus der Elternkritik aus Sprotta-Siedlung stehen auch die 160 000 Euro, mit denen der ehemalige Jugendclub im 130-Seelen-Ort Mölbitz zu einem kleinen Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden soll, während für Sprotta-Siedlung mit 850 Einwohnern die Begegnungsmöglichkeit in der Kita nicht ausreicht.

Zum örtlichen Siedlerclub – zurzeit Gasthaus mit eingeschränkten Öffnungszeiten – befürworten die Eltern einen Vorschlag von Karsten Ittner, CDU-Gemeinderat und Chef des Eigentümers, der Agrargenossenschaft: Im Eigentum der Gemeinde seien hier als „Kombilösung“ wie in Sprotta beide Probleme lösbar: mehr Platz für die Kinder und ein Treffpunkt für die Siedler. Warum das schon allein aus baurechtlichen Gründen nicht funktioniert, auch dazu will Märtz am 8. April etwas sagen. „Kurzfristig könnten wir die Hortkinder nach Sprotta zu ihren Klassenkameraden geben und die Busfahrt zurück organisieren, um die Einrichtung in der Siedlung etwas zu entlasten“, überlegt er nun vorab.

Von Karin Rieck

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