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Eilenburg Sprottaer Bucht wird im Mai erschlossen
Region Eilenburg Sprottaer Bucht wird im Mai erschlossen
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08:16 06.04.2018
Das Baugebiet Zum See (links von der Straße) in Sprotta Siedlung ist einer von fünf Standorten, wo die Gemeinde Eigenheimbau ermöglichen will. Quelle: Ilka Fischer
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Sprotta

Die Gemeinde Doberschütz hält ihre Einwohnerzahl seit einiger Zeit mit rund 4100 stabil, will aber weiter wachsen. Doch den Trend zum Eigenheim auszunutzen und Baugrundstücke in Doberschütz, Mörtitz, Sprotta-Siedlung und Sprotta auszuweisen, erweist sich in der Praxis als gar nicht so einfach. Immerhin soll nun im Mai in der Sprottaer Bucht, wo es um sechs Baugrundstücke geht, die Erschließung beginnen.

Kampf mit Grundstücksfragen

Beim Krautgarten in Doberschütz mit 15 potenziellen Baugrundstücken kämpft die Gemeinde noch immer mit Grundstücksfragen. Bürgermeister Roland Märtz (CDU): „Vor der nun im Herbst angestrebten Erschließung müssen wir hier noch einen Flächentausch über die Bühne bekommen.“

Auch bei dem 8000 Quadratmeter großen Gebiet Windmühlenbreite in Mörtitz plagt sich die Gemeinde noch mit der Klärung der Eigentumsverhältnisse. „Es gibt keine prinzipiellen Probleme. Doch es dauert leider alles etwas länger als gedacht“, schätzt Märtz ein. Er verweist aber darauf, dass die Gemeinde ohne notarielle Eigentumsklärung die sechsstellig kostenden Erschließungen weder in Doberschütz noch in Mörtitz nicht in Angriff nehmen kann.

Etwas anders gestaltet sich der Fall in Sprotta-Siedlung, wo im Baugebiet „Zum See“ bis zu acht Eigenheime südlich der Eilenburger Kiesgrube angedacht sind. Hier muss vor dem Baurecht erst ein bereits ansässiger Taxibetrieb mit zehn Fahrzeugen auf rechtliche Grundlagen gestellt werden. Vor September 2018 rechnet der Bürgermeister jedenfalls nicht mit der Vermarktung der lukrativen Grundstücke, wobei hier die Vermarktung bzw. die bauliche Nutzung dem privaten Eigentümer vorbehalten bleibt.

Weiterer Standort in Battaune

Neu ins Eigenheim-Portfolio soll zudem Battaune aufgenommen werden. Hier geht es um private Flächen, die an der Wiesenstraße in Battaune angrenzen und wo mittels einer Ergänzungssatzung Baurecht für etwa vier Grundstücke geschaffen werden soll. Märtz: „Wir haben deshalb die an sich geplanten Arbeiten am Fußweg Wiesenstraße zurückgestellt.“ Es mache schließlich keinen Sinn, jetzt den Gehweg zu bauen, wenn dann noch Eigenheime hinkommen. Doch wann Baurecht besteht, darüber wagt er derzeit keine Prognose.

Von Ilka Fischer

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