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Eilenburg Stadt Eilenburg verleiht Preise für Ehrenamtler
Region Eilenburg Stadt Eilenburg verleiht Preise für Ehrenamtler
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16:15 22.04.2018
Die geehrten Ehrenamtler mit Heinzel-Preis-Träger Jürgen Fickert (neben Maskottchen Heinz Elmann). Quelle: Ilka Fischer
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Eilenburg

Nach zwei Frauen folgt mit Jürgen Fickert nun ein Mann. Der Inhaber eines Tabak- und Spirituosengeschäftes auf dem Berg wurde am Freitagabend mit dem Heinzel-Preis ausgezeichnet. Dem Eilenburger Urgestein, das in diesem Jahr in Rente geht, wurde damit für die Heinzelmännchen-Arbeit bei den vergangenen Stadtfesten gedankt.

Jürgen Fickert ist der 3. Heinzel-Preis-Träger der Stadt Eilenburg. Quelle: Ilka Fischer

Annett Krause, Fachbereichsleiterin Bürgerservice bei der Stadt, lobte ihn als immer verlässlichen Vertragspartner, der sich weit über das Geschäftliche hinaus engagiert habe. „In den vergangenen 15 Jahren koordinierte er die Vergabe der Standplätze für Catering, kümmert sich um die Verträge, die Einhaltung der Flucht- und Rettungswege, die Stromversorgung und den Fassbieranstich. Und wenn das alles geregelt war, stellte er sich an seinen Bierwagen und zapfte bis 1.30 Uhr.“

Frauensport und Weltrekord

Zuvor gab es an dem Abend, der von Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) eröffnet und musikalisch vom Musikverein Eilenburg umrahmt wurde, weitere Auszeichnungen.

Professor Doktor Ursula Hirschfeld wurde von ihrer Frauensportgruppe vorgeschlagen. Beim Kraft & Fitness Verein wurde der im Eilenburger Bürgerhaus aufgestellte Weltrekord im Kreuzheben hervorgehoben. Bei Harry Engelhardt, der sich „als Betreuer, Landschaftspfleger, Kampfrichter, Putzkraft, väterlicher Freund, Handwerker, Delegationsleiter und Fahrer für die Skispringer engagiert, meinte Annett Krause: „Das Wort Engel im Namen kann kein Zufall sein“.

Nähunterricht und entspannte Muttis

Das Ehrenamt ist bunt und rattert auch mal, wie im Falle von Kerstin Schüritz. Sie gibt seit 16 Jahren nicht nur Nähunterricht, sondern hat mit ihrer Gruppe beispielsweise auch eine zwei Kilometer lange Wimpelkette genäht. Sichtlich gerührt, nahm Annett Töpfer, die seit acht Jahren jungen Mamas mit ihren Babys mehr als nur Frühstück macht, die Auszeichnung entgegen. Klaus Hahn wurde unter anderem für sein Engagement für den Löschzug Pressen/Zschettgau geehrt. „Nur bei ihm zu Hause den Durst zu löschen ist schwer“, sei vom Vorschlagenden verraten worden. „Denn da gebe er immer nur komische Sorten Bier oder welches mit abgelaufener Haltbarkeit.“

Ehrenamt und gelöschter Durst

Von Fred Hannemann, der selbst vom Krankenbett noch Dienste organisierte und den Startschuss für die Katastrophenschutzeinheit des DRK gab, wurde mit dem Satz zitiert: „Da bauen wir Zelte auf und stellen Liegen rein.“ Die Delitzscher Tafel, die inzwischen über 700 Eilenburger versorgt, folgte. Mit Axel Goldmann als letzten Ausgezeichneten wurde wieder die Brücke zu den im Verborgenen wirkenden Heinzelmännchen geschlagen. Er sei einer der eher stillen Helfer. Doch nicht nur der Bugverein profitiert von seiner Arbeit, denn ihm sei es beispielsweise zu verdanken, dass bei der Walpurgisnacht „niemanden auf dem Trocknen“ sitzt.

Von Ilka Fischer

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