Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Stadt und Kirche ziehen beim Eilenburger Weihnachtsmarkt an einem Strang
Region Eilenburg Stadt und Kirche ziehen beim Eilenburger Weihnachtsmarkt an einem Strang
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Zwei von vielen Weihnachtsmarkt-Machern: Claudia Scholeck von der Wirtschaftsförderung und Pfarrer Eckehart Winde präsentieren die Flyer. Quelle: Heike Liesaus
Anzeige
Eilenburg

Und egal, ob Schülerpraktikant, der Flyer verteilt, oder Oberbürgermeister, der am Freitag um 16 Uhr erstmals zur Eröffnung beim Stollenanschnitt mitmacht: "Alle im Rathaus sind irgendwie mit engagiert", betont Claudia Scholeck vom Bereich Wirtschaftsförderung. Da werden Bastelstände betreut, wird Kino im Rathaushof geboten. Und die Kirche ist außerdem im Boot. "Start der gemeinsamen Beratungen war schon am Ende der Sommerferien", so Scholeck. Deshalb besprechen Pfarrer, Vertreter des Gemeindekirchenrates, Kantorin, Kinder- und Jugend-Arche, der Catering-und Technik-Partner, Bauhof und Feuerwehr was zu tun ist. Zu den Weihnachtsmarkt-Machern gehören aber auch die vielen Vereine, die das Programm bestreiten, vom Burgverein zum Beispiel bis hin zu den Senioren der Feuerwehr, die in historischen Uniformen auftreten.

Weihnachtsmarkt-Höhepunkte

  • Freitag, 18 Uhr, Nikolaikirche: Weihnachtsliedersingen, 19 Uhr, Stadtrundgang im Fackelschein;
  • Samstag, 15 Uhr: Wer schmückt den schönsten Weihnachtsbaum?
  • Bühnenprogramm mit Bläser-, Akkordeon- und Chormusik; Samstag, 17 Uhr, Wunschzettel-Postamt;
  • Schausteller und Handwerkskunst
  • Verkaufsoffener Sonntag.

"Natürlich haben wir das vergangene Jahr ausgewertet: Was hat sich bewährt, was ist zu ändern, erklärt Scholeck. Bewährt habe sich vor allem der neue Aufbau. Das Karree der Hütten wird weiter nach vorn auf den Marktplatz gezogen. "Damit können sich zum Beispiel Besucher im Rollstuhl besser bewegen." Karen Langwald hat die Pläne für die Hütten und Standplatzierung erstellt. "Falls jemand überlegt, warum die Abstände zwischen einigen so groß sind: Zur Not muss dort die Feuerwehr durchpassen", erklärt sie. Gerade bei Aktionen wie das Weihnachtsbaumschmücken der Kitas am Sonnabend drängen sich die Massen. Doch schließlich hatte sich Eilenburg mit dem Konzept rund um sowie in Kirche und Rathaus als gemütlicher Markt profiliert. Ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem die Eilenburger seit Jahren bei Besuchern punkten. "Das Fest hängt mit der Kirche zusammen. Das ist spannend und reizvoll. Das Gebäude lässt diese

Nutzungsmöglichkeit zu", sagt Pfarrer Eckehart Winde. In dieser Form hatte er das bis zu seinem Dienstantritt in der Muldestadt noch nicht erlebt. "Aber in Kirchen finden auch andere Veranstaltungen statt, Konzerte zum Beispiel. Und die Angebote sind auch speziell zugeschnitten." Hier gibt es natürlich keinen Glühweinausschank, sondern Bastelangebote, Bücherstand oder die Keramikkunstwerke der Behindertenwerkstatt. "Damit wird der Weihnachtsmarkt auch einer zum Mitmachen", sagt Claudia Scholeck. Sie weiß wiederum, womit in diesem Gebäude zu rechnen ist: Wo sind die Steckdosen, wo gibt es Stolperfallen?

Selbst für etwas Wärme soll gesorgt sein. Eine Luftschleieranlage für den Eingang wird ausgeliehen. Um das Mauerwerk nicht zu beschädigen, wird sie an Traversen befestigt, die wiederum aus den Beständen des Bürgerhauses geliehen werden. Das Gotteshaus ist am Wochenende auch Schauplatz für drei Konzerte. Von "Alles singt", über den Auftritt des Musikvereins bis hin zum Adventskonzert der Rinckart-Kantorei. Selbst der sonst unzugängliche Turm ist bei Führungen zu besichtigen.

Von Heike Liesaus

Anzeige