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Eilenburg Stadtmuseum: Fundstücke wandern in neue Museumsvitrinen
Region Eilenburg Stadtmuseum: Fundstücke wandern in neue Museumsvitrinen
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13:48 19.05.2015
Vorsicht, historische Keramik: Andreas Gawlik und Roland Wiecker platzieren die Fundsachen im neuen Ausstellungsbereich unterm Dach des Eilenburger Museums. Quelle: Wolfgang Sens

In einem speziell angefertigten Möbel werden 60 Stücke aus 5000 Jahren präsentiert. Alle irgendwann unter der Erde in der Umgebung gefunden.

Die Idee des Projekts: Vor allem Schüler, die im Unterricht hierherkommen, für Geschichte zu begeistern. Und Kinder finden schließlich gern etwas, so der Ansatz. Steinerne Klingen, die vor tausenden Jahren beklopft, Krüge, die vor Hunderten Jahren geformt wurden und ein Silber-Diadem, das vor Jahrzehnten bei Hohenprießnitz versteckt wurde, setzten die beiden Fachleute vorsichtig in die Vitrinen. Teils Filigranarbeit, denn kleinere Stücke sollten vor schwarzem Hintergrund schweben. Doch die wertvollen Originale können natürlich nicht einfach so auf einen Metallträger geklebt werden. Für jedes dieser Objekte wurde ein Gestell gefertigt. Deshalb war die Kunst des Schmieds gefragt. Die größeren Keramiken stehen zumeist auf kleinen Podesten. "Wir Restauratoren wurden zu DDR-Zeiten breit ausgebildet, da war auch der Aufbau solcher Ausstellungen dabei", erklärt Gawlik, warum er als Restaurator mit dieser Aufgabe betraut wurde.

Für die insgesamt drei Bauabschnitte hat die Delitzscher Designerin Frauke Lewerenz das Drehbuch auf wissenschaftlich und museumspädagogischer Grundlage gestaltet. Im zweiten Teil soll eine Ausgrabungssituation mit Hilfe von interaktiven Objekten erlebbar werden, ein dritter eine Hohenprießnitzer Familie der Eisenzeit vorstellen.

Wann diese Projekte umgesetzt werden, steht noch in den Sternen. Im Entwicklungskonzept sind sie verankert. Allerdings wird es dann noch enger unterm Dach. Wohin dann mit den Sonderausstellungen, die es neben der ständigen Ausstellung im ersten Stock des Gebäudes "Roter Hirsch" gibt? Gerade in der Adventszeit wird die neue Schau mit Lego-Objekten der Glauchauer Familie Schenker gezeigt. Aber das große Dachgeschoss beherbergt noch die Schau mit Objekten aus einer Puppenstubensammlung. Museumsleiter Andreas Flegel hält sich bedeckt. Gastronom Alexandro Katsikas, der sich vor Kurzem aus dem Lokal im Erdgeschoss verabschiedete, brachte auf den Punkt, was sich anbieten könnte, nachdem dort bereits der vierte Wirt aufgab: "Das sind hier so schöne historische Räume. Soll doch am besten das Museum rein."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.12.2014
Heike Liesaus

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