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Eilenburg Stadtpark Eilenburg: Ungeklärte Verhältnisse am Teich
Region Eilenburg Stadtpark Eilenburg: Ungeklärte Verhältnisse am Teich
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17:25 19.05.2015
Der Teich im Eilenburger Stadtpark hat mit Schlamm und schlechtem Durchfluss zu kämpfen. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

"Da fließt doch jauchiges Zeug durch ein Rohr rein", hatte ein Anwohner am Stadtparkteich beobachtet. Doch das ist nicht das Problem, das Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos) derzeit Sorgen macht. "Der Stadtparkteich hat einen Zufluss und hatte früher auch einen Abfluss", erklärte er in der jüngsten Einwohnerversammlung die Historie. Vor 120 Jahren gab es den direkten Verbund vom Mühlgraben in den Teich und zurück in den Mühlgraben über offene Gewässer. Ältere Eilenburger können sich noch erinnern, dass es einige Grundstücke gab, die an einem wasserführenden Graben lagen, den es jetzt nicht mehr gibt. Jetzt existiere ein regelbarer Zufluss, aber der Abfluss geht ins Klärwerk. Was eigentlich nicht sein dürfe, berichtet Wacker. "Wir haben eine Studie für eine technische Lösung in Auftrag gegeben", berichtete das Stadtoberhaupt. "Wir müssen uns zudem im Stadtrat unterhalten, wie es langfristig aussehen soll." Dass Abwässer in den Teich fließen, glaube er nicht. Allerdings sei da der Bewuchs ringsum und Tonnen Laub, die immer wieder in das Wasser fallen. Früher sei so ein Teich regelmäßig entschlammt worden, das wäre nun in den vergangenen 20 bis 30 Jahren nicht gemacht worden. Schließlich seien für solch eine Maßnahme mal schnell 500000 Euro zu berappen. Es sei also nicht zu versprechen, dass die Sache dieses oder nächstes Jahr angegangen wird.

Es gibt auch jede Menge Fische im Teich. Das hatte der Eilenburger SFV Petri Heil, der das Gewässer gepachtet hat, vor allem im Dezember 2010 festgestellt, als den Flossentieren im strengen Winter unterm schneebedeckten Eis und fehlender Sauerstoffproduktion von Pflanzen die Luft knapp wurde. Nur in solchen Situationen werde seitdem auch mal der Zufluss, der sich vom Tierpark aus regulieren lässt, verstärkt. Sonst sei der Teich aus seiner Sicht ein nahezu stehendes Gewässer. Das erkläre auch die Geruchsbelästigung im Sommer, der vom Abflussgraben ausgehe. "Weil dort dann alles mögliche verfault." Dabei bemühten sich auch die Angler darum, den Teich frei zu halten. Mit dem Technischen Hilfswerk wurden bei Einsätzen ins Wasser gefallene Bäume geborgen. Die Stadt habe dafür gesorgt, dass ringsum abgestorbene Äste verschnitten und auch regelmäßig die Ansammlungen am Abfluss mit dem Minibagger beseitigt werden. Er kennt den Teich rundum. Abwasserzuflüsse gebe es da nicht. Allerdings komme das Wasser aus dem Zuleitungsrohr schließlich aus dem Tierpark, wo auch viele Wasservögel leben. Damit lasse sich die Trübung erklären.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.04.2013

lis

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