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Stadtrat setzt ein Zeichen für Markant-Markt im Stadtteil Ost

Einkaufen in Eilenburg Stadtrat setzt ein Zeichen für Markant-Markt im Stadtteil Ost

Die Fortschreibung des Eilenburger Einzelhandelskonzeptes ist beschlossen und damit eine Grundlage für den Bebauungsplan des Edeka-Vollsortimenters geschaffen, der an der Ziegelstraße entstehen soll. Aber den Stadträten war außerdem wichtig, dass ein Zeichen für den Markt nah & frisch in Ost gesetzt wird.

Der nah & frisch-Markt im Eilenburger Osten ist nicht nur beliebter Anlaufpunkt für die Schüler des Gymnasiums, hier Jasmin Schneider, Liv Estel Koch, Sonic Schachert und Luca Herfurt (v.r.) beim Eisessen.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg. Ein Schritt weiter in Richtung Edeka-Vollsortimenter an der Ziegelstraße in Eilenburg: Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Montag das erneuerte Einzelhandels- und Zentrenkonzept beschlossen. Das ist eine der Grundlagen, die nötig sind, um Baurecht zu schaffen.

Vor allem aber wurde darüber diskutiert, welchen Stellenwert der Standort von nah & frisch, ehemals Konsum, am Gabelweg in Ost bekommen soll. Der werde im Konzept nicht erwähnt, so Stadtrat Thomas Krönert (Die Linke). Die Innenstadt wird als sogenanntes A-Zentrum angesehen. Kennzeichen: „image- und identitätsprägend“ und „umfassendes Branchenmixkonzept bis hin zum spezialisierten, höheren Bedarf“. In den Stadtteilen gibt es zudem die C-Zentren, die als „städtebaulich integrierte Zentren zur umfassenden Grundversorgung mit fußläufiger Erreichbarkeit, per Pkw und mit ÖPNV-Anschluss“ firmieren. Für den Berg ist das Rewe an der Grenzstraße und für Ost die Puschkinstraße samt Norma. Außerdem gibt es den künftigen „Ergänzungsstandort“ an der Ziegelstraße für den Edeka-Vollsortimenter. Außerdem gibt es vier „Nahversorgungslagen“. Das sind Einzelstandorte mit Lebensmittelmarkt, ergänzt von Bäcker und Fleischer im Eingangsbereich. Im Konzept sind sie an der Straße der Jugend (Aldi), am Nordring (Netto), in der Kranoldstraße (Penny) und am Wurzener Platz (Netto) ausgewiesen. Was nicht heißt, dass nicht auch noch anderswo Handel stattfindet. „Es geht nicht darum, einen Standort zu gefährden, sondern Neuansiedlungen zu steuern“, betonte Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos). „Doch was hindert uns, statt der vier insgesamt fünf Nahversorgungslagen auszuweisen?“, so Rainer Weihmann (SPD). „Ich denke, wir sollten so ein Zeichen für Eilenburg-Ost setzen“, stellte auch Hans Poltersdorf (CDU) fest. Er plädierte dafür, den Punkt nah & frisch im Nachgang zu behandeln. Dazu soll noch einmal die Fach-Meinung der BBE-Handelsberatung, die das Papier erstellte, eingeholt werden. Generell könnten aber die Stadträte über die Ergänzung entscheiden.

Das Ergebnis des Votums war eindeutig: 19 Stadträte stimmten für und drei gegen das Konzept. „Edeka ist für mich kein Nahversorger, er zieht Autoverkehr in die Stadt“, begründete Christiane Prochnow (Die Linke) ihre Ablehnung. Sie wisse, dass sie da auch in ihrer Fraktion nicht verstanden werde. „Da heißt es: besser einkaufen.“

Wie geht es nun weiter in Sachen Edeka an der Ziegelstraße auf dem ehemaligen ECW-Kraftwerksgelände? Ziel ist der Baustart noch in diesem Jahr. An den Verträgen über Grundstückskauf und an Planungsfragen werde parallel gearbeitet, erklärte am Dienstag Heiko Leihe, Leiter des Bereichs Wirtschaftsförderung in der Stadt. Dabei gehe es auch um solche Fragen: Wo werden Ausgleichsflächen angelegt. Wer pflegt sie? Wie werden die Zufahrten für die Nachbarn BMX-Strecke und Modell-Sportanlage verlaufen? Wie ist der Deichverteidigungsweg zu erreichen? Welche Leitungen sind zu berücksichtigen? Generell nicht im Fokus sei dagegen Ruine an der Ziegelstraße 1. Es gab Hoffnungen in der Stadt, dass sie mit dem Neubau verschwindet. „Edeka wird sich jedenfalls nicht aktiv darum bemühen“, erklärte Leihe. Nächste Aktion auf dem Gelände sei das Baugrund- und Tragfähigkeits-Gutachten, das von den Investoren in Auftrag gegeben wird.

Von Heike Liesaus

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