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Stadtsanierung Eilenburg: 16,5 von 18,6 Millinen Euro sind bereits ausgegeben

Stadtsanierung Eilenburg: 16,5 von 18,6 Millinen Euro sind bereits ausgegeben

Die Stadtsanierung hat sich für Eilenburg definitiv gelohnt. Zu dieser Einschätzung kommt Petra Zimmermann, Fachbereichsleiterin Bau und Stadtentwicklung im Rathaus, fast am Ende des von 1991 bis 2016 laufenden Programms.

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Das Eilenburger Sanierungsgebiet (blau umrandet) ist auf dieser Luftbildaufnahme von 2007 gut zu erkennen. Es umfasst etwa drei Viertel der Innenstadt, erweitert durch den im Westen liegenden Burgberg sowie einen östlichen Zipfel mit Martin- und Georgenstraße. Seit 1991 können hier Investitionen im öffentlichen Interesse zu je einem Drittel von Bund und Land bezuschusst werden. Für das Bürgerhaus (das sich unterhalb dieses Bildausschnitts befindet) konnte, da dem Gemeinbedarf des Sanierunsgebiet

Quelle: Carsten Lippert

Eilenburg. Nach der Wiedervereinigung hat die Muldestadt in drei Etappen ein insgesamt 26,5 Hektar großes Areal, das neben großen Bereichen der Innenstadt auch den Burgberg umfasst, als Sanierungsgebiet ausgewiesen. Insgesamt stehen für diesen Bereich über das Programm 18,6 Millionen Euro zur Verfügung. 16,5 Millionen Euro davon sind bereits ausgegeben, wobei in der Regel förderfähige Maßnahmen zu je einem Drittel von Bund und Land bezuschusst werden. Das restliche Drittel übernimmt die Stadt.

 

 

Ohne die Sanierungsmittel wäre in Eilenburg vieles nicht geworden, ist Petra Zimmermann sicher. "Aus den rund fünf Millionen Euro, die die Stadt im Rahmen dieses Programms aus der eigenen Tasche bezahlt hat, haben wir ausgesprochen viel gemacht", schätzt sie selbstbewusst ein. Und in der Tat kann sich die Bilanz sehen lassen. Denn unter anderem Hangsicherung des Burgberges, Stützmauer Marienstraße, Museumskauf, Marktplatz, Rathaus, Grüngürtel Nordring, Nikolaikirche, Martin- und Georgenstraße stehen auf der Habenseite. Hinzu kommen unzählige Maßnahmen im privaten Bereich.

Gern erinnert sich Petra Zimmermann an das Jahr 2003. Damals wurde entschieden, dass, anders als zuvor, Vorhaben der Altstadtsanierung mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert werden können. Eilenburg hat auch diese Chance beherzt genutzt.

Das Bürgerhaus, das zwar außerhalb des Sanierungsgebietes liegt, aber als dem Gemeinbedarf des Gebietes dienend, die Förderkriterien erfüllte, sei ein Beispiel. "3,3 Millionen Euro kostete das Gesamtprojekt. Mit Hochwassergeldern wurde das Bürgerhaus bis zur Wasserkante und alles darüber aus EFRE- und Sanierungsmittel bezahlt. "Ein guter Dreier", findet die Bauchefin im Rathaus noch heute. Denn die Stadt war so nur mit einem für sie machbaren niedrigen sechsstelligen Betrag dabei.

Zwei der 18,5 Millionen Euro bleiben den Eilenburgern noch aus dem Programm. Der Stadtrat hat dafür Prioritäten gesetzt. Der Ausbau der Straße Schloßberg wird dieses Jahr abgeschlossen. Anschließend soll es am ehemaligen Gefängnis zumindest noch fußläufig bis zum Rundweg und zum Mauerturm weitergehen. Als Zweites soll der Bereich rund um die Nikolaikirche bedacht werden. Dafür wurden schon 1996 Ideen der Gestaltung gemeinsam mit dem Marktplatz entwickelt. Am Markt sind sie realisiert, der Nikolaiplatz wartet noch. Zumindest die Straßen und Fußwege rund um den Platz möchte die Stadt nun noch schaffen.

Als Drittes steht das Alte Gefängnis auf der Agenda, für das derzeit mit dem Burgverein Konzepte entwickelt werden. Für den Fall, dass das eine oder andere Projekt nicht schnell genug zur Baureife geführt werden kann, gibt es ebenfalls Vorstellungen.

Bei einer Begehung wurden sechs Privatgrundstücke ausgemacht, auf und an denen Investitionen wünschenswert wären. Dabei handelt es sich um die Torgauer Straße 49 und den Schlossberg 3, die dem Freistaat gehören und ebenso wie der Schwarze Adler zum Verkauf stehen. "Wenn sich für diese Grundstücke in der nächsten Zeit ein Käufer finden würde, wäre eine Förderung schon noch drin", so Petra Zimmermann. Über eine solche führe die Stadt zudem mit den Eigentümern der Häuser vom Marktplatz 11 und Torgauer Straße 46 Gespräche. "Nicht alles wird davon klappen", weiß Petra Zimmermann. Doch jedes realisierte Projekt lässt die ohnehin gute Bilanz Altstadtsanierung und natürlich vor allem Eilenburg noch stärker glänzen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.04.2013

Fischer, Ilka

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