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Eilenburg Stadtumbau in Eilenburg: Ende und Neustart
Region Eilenburg Stadtumbau in Eilenburg: Ende und Neustart
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14:17 19.05.2015

Gleiches trifft auch auf die Aufwertungsmaßnahmen im Gebiet 5 zu, teilt Petra Zimmermann, Leiterin des Bereichs Bau der Stadtverwaltung, mit. Es wurden weniger Wohnungen abgerissen, als ursprünglich geplant war: Statt 992 sind es nun 690. Doch gerade der Stadtteil Ost konnte so aufgewertet werden. Trotzdem stehen dort weiter Wohnungen leer, wirkt sich der demografische Wandel aus. Das Gebiet ist deshalb mittlerweile in einem neuen Förderprogramm.

Im Stadtumbaugebiet 4, das den Stadtteil Eilenburg-Mitte und Bereiche des Stadtteils Berg umfasst, war zu Beginn das Ziel, 185 Wohnungen vom Markt zu nehmen, berichtet Petra Zimmermann. 2002 war das Areal in das Förderprogramm Stadtumbau, Programmteil Rückbau, aufgenommen worden. Zwischen 2003 und 2012 sind insgesamt 117 Wohnungen mit einer Wohnfläche von 6794 Quadratmetern abgerissen worden. Bund und Land hatten diese Maßnahmen zu gleichen Teilen mit Fördermitteln in Höhe insgesamt 457 625 Euro unterstützt. Die auf diese Weise frei gewordenen Gebiete werden jetzt als Frei-, Grün- oder Stellflächen für Autos genutzt.

Auch das Stadtumbaugebiet 5, welches das Areal von Eilenburg-Ost umfasst, wurde 2002 in das Förderprogramm aufgenommen. "Dort sollte der Bestand an Wohnungen um 807 verringert werden", erklärt die Chefin des Bau-Bereichs.

Es seien dann bis 2012 insgesamt 573 Wohnungen mit 31 432 Quadratmetern Wohnfläche zurückgebaut worden. Fördermittel von Bund und Land: 1,9 Millionen Euro. Diese Areale sind nicht allein zu Frei- und Grünflächen geworden, sondern auf einigen stehen inzwischen auch Eigenheime.

"Im Stadtumbaugebiet 5 sind auch die Aufwertungsmaßnahmen abgeschlossen", erklärt Petra Zimmermann weiter. Wohngebäude wurden saniert oder sie erhielten Balkone. Wohnumfelder wurden neu gestaltet. Eine Kindereinrichtung, die ehemalige Grundschule und das Berufsschulgebäude wurden einschließlich der Nebenanlagen abgerissen. Der frühere Kindergarten in der Windmühlenstraße wiederum ist jetzt als Jugendtreff und Domizil des Kraft- und Fitnessvereins genutzt, er ist zum Begegnungszentrum um- und teilweise ausgebaut worden. Ebenfalls auf das Konto des Stadtumbaus gehen Neugestaltung des Spielplatzes und Straßenbeleuchtung an der Torgauer Landstraße.

Dort sind Investitionen in Höhe von zirka zwei Millionen Euro getätigt worden. Gefördert wurden Ausgaben in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro von Bund, Land und Stadt mit je einem Drittel. "Hauptsächlich das Stadtumbaugebiet 5 hat durch den Stadtumbau eine deutliche Aufwertung erfahren. Dennoch ist der Stadtteil Ost von Strukturwandel und Rückgang der Bevölkerung weiterhin betroffen", zieht Petra Zimmermann Bilanz. "2012 wurde deshalb das Stadtumbaugebiet Eilenburg Stadtteilzentrum Ost, welches in seinen Grenzen dem Stadtumbaugebiet 5 entspricht, wieder in das Förderprogramm aufgenommen. Bis zum Ablauf des Jahres 2020 können nun weitere gezielte Aufwertungs- und Rückbaumaßnahmen zur Anpassung an den demografischen Wandel realisiert werden."

Aber auch in der Innenstadt und im Stadtteil Berg gibt es Stellen mit Handlungsbedarf, wie zum Beispiel das Quartier zwischen Leipziger, Rinckart-, Wall- und Eckartstraße sowie Burgberg, Bergstraße und -keller. Doch das Stadtumbaugebiet Innenstadt wurde nicht noch einmal ins Förderprogramm für Städtebauliche Erneuerung aufgenommen. Die Stadt strebt nun die Aufnahme ins Förderprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren an.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.05.2014
lis

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