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Eilenburg Stadtwerke Eilenburg: Schnellt der Strompreis in die Höhe?
Region Eilenburg Stadtwerke Eilenburg: Schnellt der Strompreis in die Höhe?
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14:49 27.11.2011
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Laut Beschlussentwurf der Agentur sollen, wie überregional bereits berichtet, energieintensive Industrieunternehmen, die jährlich mindestens 7000 Benutzungsstunden aufweisen und mehr als zehn Gigawattstunden verbrauchen, von Netzentgelten befreit werden. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen trotz des zu erwartenden Anstiegs der Energiekosten gesichert werden. „Die Kosten würden dann vor allem durch kleine Unternehmen und den Endverbraucher getragen", sagt Maike Schult, Geschäftsführerin der Eilenburger Stadtwerke. Die BNetzA prüfe derzeit, ab wann diese Sonderumlage gelten soll.

Die Stadtwerke Eilenburg GmbH ist mit der derzeitigen Art und Weise einer Entlastung der Industrie nicht einverstanden. „Es muss klar sein, wer diese politisch gewollte Entlastung für die Industrie zahlen soll", erklärt Schult. „Es kann jedoch nicht sein, dass eine vollständige Entlastung der energieintensiven Industrie allein von den übrigen Netznutzern getragen wird." Bei der aktuell angedachten Konstruktion müssten die Stadtwerke die Umlage an ihre Kunden weiterreichen. Schult: „Das bedeutet zumeist empfindliche Preiserhöhungen und erzeugt verständlicherweise Unmut in der Bevölkerung und verringert die Akzeptanz für die Energiewende. Deshalb fordern wir die Politik auf, die Verteilung genau zu prüfen."

Besonders problematisch seien die geplanten Fristen. Eine entsprechende Konsultation der Bundesnetzagentur läuft noch bis zum 2. Dezember. Unklar sei dabei bislang noch, ob die Umlage bereits rückwirkend auch für das Jahr 2011 erhoben werden soll. „In jedem Fall soll sie ab dem 1. Januar 2012 gelten", so Schult. „Dieses Vorgehen erzeugt Verunsicherung sowohl bei den Endkunden als auch den Unternehmen. Wir halten es deshalb für angebracht, zunächst einmal den Dialog mit der Branche zu suchen und elementare Punkte zu klären." Die BNetzA müsse sicherstellen, dass ein Sonderkundenaufschlag von den Stadtwerken auch umgesetzt werden kann. „Dafür sind Übergangsfristen nötig. Insbesondere die Rückwirkung der Netzentgeltentlastung zum 1. Januar ist nicht darstellbar."

Karin Rieck

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