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Eilenburg Stapellauf am Muldeufer: Eilenburgs Bootsanleger ist fertig
Region Eilenburg Stapellauf am Muldeufer: Eilenburgs Bootsanleger ist fertig
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22:35 15.07.2015
Start zur Eröffnungsrunde: Veit Fünfstück schiebt das Schlauchboot mit Oberbürgermeister und Ruderern vom neuen Bootsanleger aus ins Wasser. Quelle: Heike Liesaus
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. Denn das ist eine Bootsan- und Ablegestelle und keine Slip-Anlage. Allerdings könnten auf der schrägen Ebene natürlich sicher auch Boote mit einem Trailer, Bootswagen, zu Wasser gelassen werden. Aber das war nicht so wichtig, sondern: endlich Freigabe.

"Vor zehn Jahren gab es die ersten Überlegungen", blickte Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos) zurück. "Dann waren drei Monate Bauzeit und 100 000 Euro nötig." Baupläne, Finanzierung, Naturschutz mussten in Einklang gebracht werden. Zum Glück gab es dann Fördermittel vom Freistaat und keine geschützten Tiere oder Pflanzen im ausgewählten Baubereich. Die schräge Ebene mit den Wangen aus Beton kommt wenig spektakulär daher, "aber sie macht den Einstieg in die Boote sicherer. Davon profitiert schon unser Wildtiersonntag, den wir gemeinsam mit Naturparkführerin Birgit Rabe anbieten", erklärte Veit Fünfstück von den Kanutours Sachsen, die das Schlauchboot für den Eröffnungsakt zur Verfügung stellten. Bisher gingen die Teilnehmer an der Flussseite gegenüber in die Boote. Dort war der Einstieg aber wegen der steilen Böschung eine kippelige Angelegenheit. "Und gerade ältere Menschen interessieren sich besonders dafür, was die Natur zu bieten hat", stellte Fünfstück fest.

Wichtig ebenfalls bei der Gestaltung des 15 Meter langen und 5,40 bis 7,70 Meter breiten Anlegers: Er darf nicht beim nächsten Hochwasser davonschwimmen. Deshalb wurde viel Beton verbaut und wurden Wasserbausteine angeschüttet. Die eingerammten Spundwände reichen zwei Meter tief in die Erde, erklärte Ulrike Böhme vom gleichnamigen Ingenieurbüro, die die Bauüberwachung vor Ort in der Hand hatte.

Feuerwehr und Wasserwacht können nun bei Notfällen ihre Boote hier besser einsetzen. Auf die Mulde dürfen an dieser Stelle ansonsten aber nur nichtmotorisierte Boote und auch das nur im Zeitraum zwischen dem 15. Juli und dem 31. Oktober. Die Flora auf den Steinhegern soll geschützt werden. "Es wäre vielleicht besser, auch in anderen Zeiten wenigstens geführte Touren anzubieten. Das Interesse ist sehr groß. Vielleicht wären auch ausgewiesene Biwak-Plätze und Aufklärung besser, als die Menschen für Monate ganz herauszuhalten", so Veit Fünfstück.

"Auf alle Fälle ist der Anleger eine Belebung für den Freizeit-Wassersport. Es ist auch klasse, dass er zu jeder Zeit zugänglich ist", schätzte Felix Weiske, Vorsitzender des Eilenburger Ruderclubs, ein. Er hatte einige junge Sportler mitgebracht, als Besatzung für die kleine Schlauchboottour mit Bürgermeister vom Anleger rund um den Brückenpfeiler und zurück. Zur Zeit der Eröffnung wurden die noch nötigen Verkehrsschilder montiert. Damit ist der Radweg an dieser Stelle auch wieder freigegeben.

Für die Wasserwanderer ist der nächste Ausstieg muldeabwärts am Fährhaus Gruna. Das Aussteigen in Bad Düben wird in diesem Sommer aber noch etwas hinderlicher sein. Die Kurstadt hat zwar inzwischen alle nötigen Genehmigungen für ihren Bootsanleger zusammen. "Doch uns fehlt der Zuwendungsbescheid über die Fördermittel", sagte Bauamtsleiterin Heike Dietzsch. Kommt dieser wie erwartet in den nächsten Tagen, könne im Herbst gebaut werden. In Bad Düben soll der Bootsanleger rund 50 Meter vor der Muldebrücke auf der Stadtseite errichtet werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.07.2015
Heike Liesaus und Ilka Fischer

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