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Eilenburg Steigende Besucherzahlen: Eilenburger Tierpark zieht immer mehr Leipziger an
Region Eilenburg Steigende Besucherzahlen: Eilenburger Tierpark zieht immer mehr Leipziger an
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11:00 08.04.2017
Zahlreiche Besucher genießen die ersten Sonnenstrahlen des Jahres besonders gern im Eilenburger Tierpark. Quelle: Stefan Teuber
Eilenburg

Der Eilenburger Tierpark hat einen guten Saisonstart hingelegt. Bis zum 31. März zählte er 10 300 Gäste. Konkret wurden 9300 Einzelkarten verkauft. 1000 Gäste nutzen für den Besuch des Minizoos eine Jahreskarte. „Damit haben wir ein gute solide Ausgangsbasis für das Jahr 2017, wenn auch keinen Spitzenwert“, sagt Tierparkleiter Stefan Teuber. Zum Vergleich: Im Vorjahr konnte der Tierpark im ersten Quartal bereits 11 000 Einzelkarten verkaufen. Allerdings fielen damals die vier besucherstarken Ostertage mit 4000 Gästen auf den März.

S-Bahn-Anbindung zahlt sich aus

Interessant ist auch ein Blick hinter die Zahlen, die eine inzwischen zum sechsten Mal im Zweijahres-Rhythmus erhobene Besucherstatistik ermöglicht. Danach hat sich der Trend, dass der Eilenburger Tierpark immer mehr Familien aus dem Umland anzieht, auch 2016 fortgesetzt. Der Tierpark konnte im vergangenen Jahr nicht nur zum dritten Mal in Folge die 60 000er-Marke überspringen, sondern mit 66 800 Gästen sogar einen Besucherrekord aufstellen. An den Eilenburgern liegt das nicht. Die Zahl der Muldestädter, die eine Einzelkarte kaufen, hat sich seit einigen Jahren bei rund 10 000 eingependelt. Diese Größenordnung wurde auch für 2016 bestätigt. Wobei bei dieser Statistik unberücksichtigt bleiben muss, dass die Eilenburger die Mehrheit der 900 Jahreskarten kaufen und die meisten Gruppenbesucher stellen. Der Zuwachs kommt aus dem Umland. 2016 stellten die Messestädter mit 11 400 gekauften Einzelkarten die größte Besuchergruppe. Jeder fünfte Besucher reist inzwischen aus der Messestadt an. Vor zehn Jahren waren es lediglich 2300 Leipziger, 2010 immerhin schon 4600. Wie kommt das? Dass immer mehr Leipziger in den Tierpark finden, liegt sicher auch an der inzwischen perfekten S-Bahn-Anbindung. Vom Leipziger Markt bis zum Kassenhäuschen braucht es schließlich lediglich 30 Minuten. Doch der Minizoo muss auch erst einmal bekannt sein. „Hier profitieren wir davon, dass wir seit 2007 als Heidemagnet der Dübener Heide beworben werden“, so Teuber. Die Zusammenarbeit mit dem Naturpark Dübener Heide, der beispielsweise jährlich Tausende Flyer in Leipzig verteilt, helfe jedenfalls enorm und in einer Dimension, die der Tierpark allein aus eigener Kraft nicht stemmen könnte.

Auch Torgauer und Wurzener zu Gast

Woher kommen aber die anderen Besucher? Während bei den Landgemeinden zwischen Leipzig und Torgau, Wurzen und Bad Düben gegenüber 2014 ein Rückgang von 8900 auf 7100 zu verzeichnen ist, bleibt die Zahl der Kleinstädter stabil. Aus Wurzen und Torgau kommen seit 2010 jährlich jeweils um die 3000 bis 4000 Besucher. Bei Bad Düben und Taucha schwanken diese Zahlen zwischen 1100 und 2000.

Interessant bei der Statistik: Reisten vor zehn Jahren noch 3000 Gäste aus über 50 Kilometer Entfernung an, waren es 2010 beispielsweise 5700. Heute sind es 8700. Eine mögliche Erklärung: Immer mehr in die Ferne ausgeschweifte Eilenburger zieht es bei einem Heimatbesuch in den Tierpark. Eilenburger bringen zudem Verwandte, Freunde und Bekannte mit. So hatte der Tierpark schon Gäste aus Argentinien, den USA und Mexiko.

Von Ilka Fischer

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