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Eilenburg Stifterplakette für Eilenburger Nikolaikirche
Region Eilenburg Stifterplakette für Eilenburger Nikolaikirche
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14:01 19.05.2015
Die Stifterplakette. Quelle: Andreas Bechert

So wurden in der Turmhaube zwei neue Eichenholzfenster eingebaut und die Steuerung des fünfstimmigen Geläutes erneuert, die ein Blitzeinschlag im Turm zerstört hatte. Ganz schnell mit Hand anlegen mussten Vereinsmitglieder im Juni 2013, als erneut Hochwasserfluten der Mulde die Stadt und somit auch die Kirche bedrohten.

Schatzmeister Ernst Gottlebe brachte dann Zahlen ins Spiel. Der Etat des Vereins dient in erster Linie dazu, die nötigen Eigenmittel im Zuge künftiger Finanzierungsanträge entsprechend untersetzen zu können. Ein großer Bauabschnitt harrt jetzt auf seine Realisierung: der Einbau des Gewölbes im Kirchenschiff. Alle Aktivitäten des Vereins in den vergangenen Jahren dienten allein diesem großen Ziel. Dafür sind nach jetzigem Planungsstand unter denkmalschutzrechtlichen Bedingungen 2,5 Millionen Euro aufzubringen. Dass eine solche immense Aufgabe durchaus realisierbar ist, zeigten der Wiederaufbau der barocken Turmhaube mit offener Laterne 1997 und die Entstehung des vollen Geläutes mit fünf Bronzeglocken im Jahr 2009. Beide Vorhaben beanspruchten von der Planung bis zur Realisierung einen Zeitraum von zehn beziehungsweise 20 Jahren.

Aber 2,5 Millionen Euro sind letztlich kein Pappenstiel. Das Geld allein über Spenden aufzubringen, ist schier unmöglich. Hier sind Ideen gefragt. Und wie sich zeigte, kommen die aus den Reihen der Vereinsmitglieder. So schlug Guido Frenkel vor, eine Stifterplakette aus Edelstahl herzustellen. Sie ist in Form eines Gewölberippensteines geprägt und jede hat eine eigene Nummer. Für 50 Euro ist sie zu haben, viele wurden schon verkauft. Karina Höfs will den Wiederaufbau mit dem Verkauf von selbst gefertigten Häkelsachen unterstützen. Einige der 55 Vereinsmitglieder nutzten persönliche Jubiläen, um bei ihren Gästen für eine Wiederaufbauspende zu werben.

Auf der Versammlung wurde auch ein neuer Vorstand gewählt. Ihm gehören Karlheinz Beil, Ernst Gottlebe (Schatzmeister), Dr. Konrad Reuter, Frigga Petry und Matthias Danzmann (Vorsitzender) an. Am 6. April ist die Eilenburger Kirche eine bei der Wanderausstellung "Geschützt, gerettet, saniert - Kulturdenkmale der Landkreise Leipzig und Nordsachsen" dabei. Weiter steht im April der 70-jährige Gedenktag der Zerstörung der Kirche auf dem Plan.

Die Eilenburger Nikolakirche wurde 1444 im spätgotischen Stil als dreischiffige Hallenkirche erbaut. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges wurde n Stadt und Kirche in Schutt und Asche gelegt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.03.2015
Von Andreas Bechert

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