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Eilenburg Stockmeier Chemie will sein Lager erweitern
Region Eilenburg Stockmeier Chemie will sein Lager erweitern
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00:38 20.06.2015
Stockmeier Chemie Eilenburg (vorn links) will auf dem Schanzberg seine Lagerkapazitäten erweitern. Im Hintergrund dampft die Papierfabrik. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

So sollen in zwei bereits vorhandenen Rührbehältern Peressigsäuren hergestellt und abgefüllt, die Lagerumfänge dafür von 150 auf 400 Tonnen erhöht werden. Peressigsäuren sind Desinfektionsmittel für industrielle Anwendungen. Sie werden Firmenangaben zufolge hauptsächlich in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie in Großwäschereien eingesetzt. Darüber hinaus ist eine Erweiterung der Lagerung brennbarer Flüssigkeiten von 30 auf 50 Tonnen geplant.

Die Eröffnung eines dafür notwendigen immissionsschutzrechtlichen Verfahrens machte die Landesdirektion Sachsen (LDS) bereits im Februar amtlich bekannt. Auch über die öffentliche Auslegung der Antragsunterlagen im Leipziger Behördensitz und im Eilenburger Rathaus im Frühjahr. Einwendungen habe es nicht gegeben, teilte die Landesdirektion dieser Tage auf Anfrage mit. Somit sei ein ursprünglich für Anfang dieses Monats festgesetzter öffentlicher Erörterungstermin etwaiger Einwendungen im Bürgerhaus abgesagt worden. Welche Sicherheitsauflagen für eine deutliche Erhöhung der Lagerkapazität von Chemikalien und brennbaren Materialien gelten, darauf antwortete die Landesdirektion wie folgt: Ein Kernelement im Genehmigungsverfahren sei, die Anlagensicherheit zu prüfen. Für Gefahrenstoffe würden verschiedene gesetzliche Regelungen gelten. So nehme die LDS beispielsweise das Brandschutzkonzept und den Sicherheitsbericht unter die Lupe. Im Sicherheitsbericht sei nachzuweisen, "ob und wie der Anlagenbetreiber die zur Verhinderung von Störfällen erforderliche Maßnahmen trifft, und dass er angemessene Mittel zur Begrenzung von Störfallauswirkungen innerhalb und außerhalb des Betriebsbereichs vorgesehen hat". Es müsse nachweisbar sein, teilt die LDS weiter mit, "dass Gefahren auch bei schweren Unfällen im Umgang mit gefährlichen Stoffen beherrschbar sind". Würden bei der grundsätzlichen Genehmigungsfähigkeit einer Anlage wie dieser Konflikte auftauchen, die die Genehmigungsbehörde LDS regeln müsse, wäre dies Gegenstand von Nebenbestimmungen - unter anderem Befristungen und Auflagen. Aussagen dazu seien im laufenden Verfahren gegenwärtig noch nicht möglich.

Die Firma Stockmeier - früher Löffler Chemie - ist seit 1996 in Eilenburg ansässig und beschäftigt hier zirka 50 Mitarbeiter. In den dazugehörigen Niederlassungen in Berlin und Stadtilm sind  jeweils zirka 20 Mitarbeiter angestellt. Die Geschäftsführung will sich zu einem späteren Zeitpunkt zu den geplanten Investitionen äußern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.06.2015
Von Karin Rieck

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