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Eilenburg Streit über gesperrte Abkürzungen in Eilenburg schwelt weiter
Region Eilenburg Streit über gesperrte Abkürzungen in Eilenburg schwelt weiter
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07:00 02.06.2016
Das verschlossene Tor an der Hermann-Michaelis-Straße zum Garagenkomplex verärgert Anwohner. Quelle: Stadtverwaltung Eilenburg
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Eilenburg

In Eilenburg würden Barrieren errichtet, statt entfernt, „um den Wünschen einzelner, weniger Bewohner entgegenzukommen“. Jeannette Schabehorn aus der Hermann-Michaelis-Straße zeigt sich nach wie vor verärgert, dass ein Zaun samt Tor auf der einen Seite des Garagenkomplexes zur Torgauer Landstraße im Osten der Stadt eine Wege-Abkürzung in südliche Richtung versperrt. Wie berichtet, fühlen sich nicht nur Bewohner der Michaelis-Straße dadurch abgehängt. Jeannette Schabehorn kann zudem nicht nachvollziehen, dass die Pkw-Unterstellanlage von der anderen Seite bequem mit dem Lkw zu befahren ist und der neue Zaun nun damit begründet wird, der Zugang solle „regelmäßig auftauchenden Langfingern angeblich erschwert werden“.

In Eilenburg gebe es – besonders im Stadtteil Ost – dringendere Maßnahmen. Auch, um die Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention zu erfüllen, die Deutschland, also auch Eilenburg, anerkennt und aus der die Mutter eines mehrfach behinderten Jungen zitiert: „Wesentlich für die persönliche Mobilität von Menschen mit Behinderungen ist auch die Schaffung einer barrierefreien Umwelt und der damit verbundene Abbau von Hindernissen für die Mobilität.“ Mit der Schließung auch eines zweiten, jahrzehntelang geduldeten Weges zur Torgauer Landstraße würden nunmehr „Fußgänger, Radfahrer, alte und/oder behinderte Menschen genötigt, sich auf abenteuerliche Weise einen Weg gemeinsam mit Pkw und durchrasenden Lieferfahrzeugen im Bereich Michaelis-Straße zu teilen – bis was passiert“.

Den Wunsch der Bewohner der Torgauer Landstraße 45, ihren Wäscheplatz nicht als nächstliegende Abkürzung benutzt zu wissen, respektiert die Leserin. Für sie wäre die Schaffung eines „ganz normalen kleinen Weges einen Meter daneben“ eine durchaus vernünftige Lösung gewesen. Doch Wegebau ist teuer. Sowohl Stadtverwaltung als auch dem Grundeigentümer, der Wohnungsgenossenschaft, fehlen dafür die Mittel. Für Gartenfreunde, die die Anlage Gleisdreieck erreichen wollen, sei außerdem eine Art Feldweg an der Bahnstrecke eine Möglichkeit Richtung Torgauer Landstraße. Nach wie vor, wie ein Plakat vor Ort erklärt, bekommen Garagenbesitzer und -pächter einen Schlüssel für das umstrittene Tor im Rathaus. Seit die ersten Schließinstrumente kursieren, stehen nun immer öfter Passanten vor verschlossener Tür. Weitere Reaktionen auf diese Problematik gebe es nicht, schob Jörg Böhme, der Leiter des Bürgerbüros, den bereits bekannten Argumenten nach. Wenn es noch ungeklärte Fragen geben sollte, sei er gern zu Gesprächen bereit. Die Stadt fühle sich als Eigentümer hier aber zuerst für die 140 Garagennutzer zuständig.

Von Karin Rieck

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