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Eilenburg Stress bei Park-Arbeiten an der Lindenallee
Region Eilenburg Stress bei Park-Arbeiten an der Lindenallee
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14:42 19.05.2015
Die Baumstämme von den Pflegearbeiten im Hohenprießnitzer Schlosspark werden zum Transport verladen. Quelle: Thomas Jentzsch

Um Unterwuchs, kranke Bäume und Windbruch hatte sich zuvor an dieser Stelle jahrelang niemand groß gekümmert. Einige Linden, die dieser Allee ihren Namen geben, waren einseitig so dicht von grünem Filz umwuchert, dass auf der einen Seite Äste keine Chance mehr hatten. "Es sind vor allem Robinien, auch unter dem Namen Falsche Akazie bekannt, die gefällt wurden. Aber auch kranke oder vom Sturm beschädigte Kiefern, Eichen und Birken mussten entfernt werden", erklärte René Lange. Seine Firma hat ihren Sitz übrigens seit vergangenem Frühjahr auf dem Schlossgelände in einem früheren Heizhaus. Obermüller gehört momentan zu den wichtigsten Kunden des kleinen Unternehmens, das im Auftrag der Eigentümer zudem rund 800 Hektar Wald im Raum Zschepplin, Bad Düben sowie in der Dahlener Heide bewirtschaftet.

Die Stämme der gefällten Bäume im Park, so Lange, können von Interessenten übrigens erworben werden, Infos unter Telefon 0174/3142400. Der Erlös diene Neuanpflanzungen in der der Lindenallee. Denn hier sind im Parkbereich 30 Linden zu ersetzen, damit die Allee wieder von Anfang bis Ende mit Bäumen versehen ist. Einige Meter entlang der Eigenheimsiedlung sind in Gemeindehand. Und weil hier bekanntlich Gelder knapp sind, will die Firma Lange die Pflege der Bäume dort unentgeltlich mit übernehmen.

Und damit vielleicht auch etwas mehr Verständnis für die Arbeit finden. So hatten Beschwerden von Anwohnern bei Behörden wegen der Fällungen sowie wegen des Lärms Schlossbesitzer und Dienstleister einen achttägigen Stopp der Pflegearbeiten eingebracht. Klärende Gespräche kosteten die Firma und den vielbeschäftigten Schlossherrn, der extra aus Bayern anreisen musste, zusätzlich Zeit. Verstöße seien schließlich nicht festgestellt worden und nach einer guten Woche "Zwangspause" hätte weiter gearbeitet werden können, so René Lange. Der Unternehmer wünscht sich "mehr Sachlichkeit und Toleranz" beim Miteinander der Nachbarn. Der Schlossherr sei für viele Dienstleister im Ort und darüber hinaus ein wichtiger Partner. "Wir haben eine gute Vertrauensbasis und die meisten Bürger im Dorf sind froh, dass sich jemand gefunden hat, der auf dem Schlossgelände investiert." Zu ebenfalls umstrittenen Fahrten mit schwerer Technik in der Lindenallee sagte Lange, dass er die Belastung der unbefestigten Straße so gering wie möglich halten wolle.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.02.2014
Rieck, Karin

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