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Eilenburg Streuobstwiese bei Eilenburg bekommt Info-Schaufenster
Region Eilenburg Streuobstwiese bei Eilenburg bekommt Info-Schaufenster
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11:16 16.05.2016
Mitglieder des Landschaftspflegverbandes und Helfer im Herbst beim Einsatz an der Streuobstwiese in Hainchen. Quelle: Birgit Rabe
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Eilenburg

Das neue Tor zur Streuobstwiese Hainichen ist in Arbeit. Das Schaufenster mit vielen Informationen rund um die 1,3 Hektar große Streuobstwiese am Rande Eilenburgs soll spätestens bis Anfang Juni aufgestellt sein.

Dieses solle dann „einen Blick wie durch ein Tor auf die Wiese ermöglichen“ und werde derzeit noch angefertigt. Wie Veronika Leißner vom Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen informierte, hatte das vierte Regiocrowd-Projekt im Naturpark Dübener Heide insgesamt 21 Unterstützer. Diese haben zusammen 983 Euro gezeichnet und damit das Informationsprojekt ermöglicht. „Acht Obstbäume sind ebenfalls nachgepflanzt“, berichtet Veronika Leißner, so dass die Gesamtanzahl der Bäume die 100 wieder überschritten hat. Die Streuobstwiese ziert den Ortseingang. Alte Bäume wachsen zusammen mit jungen auf dem Areal. Es beherbergt zahlreiche alte Obstschätze, die in Supermärkten längst nicht zu finden sind.

Für den Landschaftspflegeverband war das Regiocrowd-Projekt, bei dem über das Internet auch Kleinstsummen für ein konkretes Vorhaben gesammelt werden, eine spannende Erfahrung. „Regiocrowd kann durchaus eine Alternative zu Fördermitteln sein“, zieht Leißner Bilanz für ihren Verband. Allerdings sei der Aufwand nicht zu unterschätzen. „Das Projekt allein auf die Internetplattform zu stellen, das reicht nicht.“ Es müsse schon die Werbetrommel gerührt werden. Außerdem gelte es, die Spender zu betreuen. So müssten eben die ausgelobten Fünf-Liter-Saft-Tanks ausgereicht und Spendenquittungen ausgestellt werden. Im Gegenzug gab es viel Öffentlichkeit für die Streuobstwiese und ein paar neue Kontakte. Am Ende hätte es beispielsweise selbst Unterstützer aus Leipzig oder Weißwasser gegeben, die sonst nicht erreicht worden wären, freut sich Veronika Leißner. Ein zweites Regiocrowd-Projekt schließt sie daher auch nicht aus. „Wir können uns im Landschaftspflegeverband Nordsachsen zum Beispiel vorstellen, dass wir auf diese Weise das Geld für Greifvögel-Sitzstangen sammeln.“

Von Ilka Fischer

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