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Eilenburg Stricken für einen guten Zweck
Region Eilenburg Stricken für einen guten Zweck
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17:43 11.07.2010
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. Seit Sonnabend liegen die nächsten 15 Pullover, Strickjacken und Rollis für die zwei- bis sechsjährigen Mädchen und Jungen des Kinderheimes in Biesen bereit.

In den nächsten Tagen sollen die Sachen von einer Heim-Mitarbeiterin abgeholt werden. Die 77-Jährige, die erst seit zwölf Jahren aber immer noch Auto fährt, könnte das zwar auch selbst tun. Aber das Schicksal der Kinder, die nicht in einer intakten Familie aufwachsen könne, gehe ihr zu nah. Dennoch ist sie froh, wenn ihre Geschenke gefallen. Allein das aber war nicht der Beweggrund, zu Wolle und Nadeln greifen. „Ich brauche eine Beschäftigung", sagt die Eilenburgerin, die 64 Jahre in Leipzig lebte und nach dem Tod ihres Mannes vor sieben Jahren zur Enkelin nach Eilenburg gezogen ist. „Immer nur lesen oder Kreuzworträtsel lösen oder spazierengehen, das kann ich doch nicht zehn Stunden am Tag machen."

Vor rund zwei Jahren hatte sie dann die Idee, für die Puppen aus Kindereinrichtungen wie in Sprotta oder der Bummi-Kneipp-Einrichtung Bekleidung zu stricken. 80 kleineren und größeren Exemplaren verhalf sie so zu neuen Mützchen, Jäckchen oder Kleidchen. „Das ist immer gut angekommen", freut sich Karin Klaffenbach über die Resonanz bei Kindern und Erziehern. Etwa drei bis fünf Tage braucht sie für ein Kleidungsstück. Von jeder Puppe hat sie heute noch ein Foto. Weitere könnten jetzt hinzukommen, denn auch der Löwenzahn-Kindergarten soll bald ein paar der selbst entworfenen und gestrickten Sachen etwas abbekommen.

Um ihre Hilfe auch anderweitig anbieten zu können, rief Karin Klaffenbach vor ein paar Monaten bei der Stadt an und fragte nach: Für wen kann ich stricken? Bei Peter Heinemann, Koordinator des Kriminalpräventiven Rates, stieß sie sofort auf offene Ohren: „So kam dann der Kontakt mit dem Biesener Heim zustande." Die Maße von Kindern hat sie so ungefähr im Kopf, die Erfahrung mit dem Urenkel im Grundschulalter hat

außerdem geholfen. „Nur beim Mützel, da brauch ich schon genauere Angaben."

„Wenn ich es nicht könnte, würde ich es nicht machen", sagt Karin Klaffenbach und betont immer wieder: „Ich brauche eine Aufgabe". Auch die Familie profitiert von den Strickkünsten der Mutter, Oma und bald zweifachen Ur-Oma. All das macht sie ehrenamtlich, für die Sachen will sie nichts. Allerdings ist in der großen Vorrats-Knopfkiste jetzt doch deutlich mehr Platz geworden. Vor allem an Knöpfen für Kleidungsstücke in Kleinkind-Größe hapert es. „Und die sind

ganz schön teuer", wär die Eilenburgerin froh, wenn jemand helfen

könnte.

Kathrin Kabelitz

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