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Eilenburg Süß und saftig: In Mörtitz haben die Heidelbeeren Saison
Region Eilenburg Süß und saftig: In Mörtitz haben die Heidelbeeren Saison
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00:21 16.07.2018
Uwe und Sandra Lorenz bei der Ernte der Heidelbeeren in ihrem Garten. Seit 2011 bauen sie diese an. Quelle: Bärbel Schumann
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Mörtitz

Seit 2011 hat das Paar etappenweise einige hundert Kulturheidelbeersträucher im einstigen Bauerngarten ihres Dreiseithofes in Mörtitz gepflanzt. Über 150 Jahre ist der Hof in Familienhand. „Meine Eltern und meine Großeltern hat er schon ein Zuhause gegeben, ehe wir ihn übernommen haben“, so die Mörtitzerin. Liebevoll, mit vielen Details auch aus der Geschichte, hat das Paar das Anwesen inzwischen gestaltet.

2011 startete der Anbau

In der einstigen Dorfschmiede, die sich hier ebenso befand, lodert zwar kein Feuer mehr, doch die Hausherren gestatteten neugierigen Besuchern gern Einblicke. Zudem trägt der Hofladen von Sandra Lorenz den Namen Geschenkeschmiede – eine Reminiszenz an vergangene Tage.

Die Idee, Heidelbeeren anzubauen, hatte das Paar auf einer Urlaubsreise. Sandra Lorenz suchte damals nach einer Idee, wie sie Familie – sie war inzwischen zweifache Mutter – und Beruf daheim verknüpfen könnte. „Wir sahen Heidelbeerplantagen, die so groß wie Rapsfelder waren, wo die Sträucher richtig viele Beeren trugen. Wir erkundigten uns nach Anbaubedingungen, recherchierten und entwickelten Ideen“, erzählt Uwe Lorenz zurückblickend.

Im Garten von Familie Lorenz wachsen sechs verschiedene Sorten Heidelbeeren. Quelle: Bärbel Schumann

Ideen, die sogar bis dahin reichten, was aus den blauen Früchten alles hergestellt werden kann. 2011 begann die Umgestaltung des Gartens mit dem Austausch des Bodens, erste Sträucher wurden gepflanzt. Inzwischen gedeihen sechs verschiedene Sorten von Kulturheidelbeeren bei den Lorenzens. Wurden anfangs die Heidelbeeren in der kleinen geschaffenen Manufaktur auf dem Hof selbst nach eigenen Rezepten zu Aufstrichen, Sirup oder Likören verarbeitet, so wachsen heute auf den Sträuchern so viele Beeren, dass die Anlage auch zur Selbstpflücke Interessierten offen steht. Zur Bedingung wird dabei jedoch gemacht, dass nur die wirklich reifen Beeren gepflückt werden. Alle anderen bleiben so lange am Strauch, bis sie wirklich reif sind. Kenner wissen, dass Heidelbeeren dann erst recht ihr volles Aroma und damit auch die Wirkung ihrer Vitamine entfalten. Und die blauen Beeren sind dabei echte Gesundheitswunder.

Pflege und Frostschutz

Nicht nur mit dem Ernten und der weiteren Verarbeitung hat Familie Lorenz buchstäblich alle Hände voll zu tun. Das Heidelbeerareal verlangt auch Pflege und Einsatz wie beim Unkrautzupfen oder dem Verschnitt. Sie müssen aber auch vor Frost geschützt werden. Damit alle Beeren geerntet werden können, hat Uwe Lorenz vorgesorgt. Netze überspannen die Reihen der Kulturheidelbeeren. „Im Laufe der Zeit haben wir unsere eigenen Erfahrungen mit dem Anbau der Heidelbeeren gesammelt und Veränderungen vorgenommen. Wir sind jetzt zufrieden mit dem, wie es ist. Es soll ja auch ein Familienbetrieb bleiben“, so Sandra Lorenz.

Kleines Hoffest am Sonnabend

Am Sonnabend wird zum Hoffest eingeladen. Eigentlich ist das ein Heidelbeerfest, denn den Besuchern wird allerhand rund um die Beeren aufgetischt. Früchte, die man selbst pflücken kann. In der Küche der Geschenkeschmiede hergestellte Fruchtaufstriche, Sirup, Likör probieren und natürlich darf Heidelbeerkuchen bei einem solchen Fest nicht fehlen. Bleibt noch offen, ob bei den eigenen Mahlzeiten auch die blauen Beeren zum Einsatz kommen? „Natürlich“, sagt die Hausherrin.

Von Bärbel Schumann

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