Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Tafel in Eilenburg braucht dringend Spenden
Region Eilenburg Tafel in Eilenburg braucht dringend Spenden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:38 28.05.2018
Karin Schubert, Ramona Nareike und Heike Häßler (v.l.n.r.) gehören zu den ehrenamtlichen Helfern der Delitzscher Tafel. Hier stellen sie in Eilenburg Lebensmittelkisten für die Ausgabe bereit. Quelle: Bärbel Schumann
Eilenburg

Frauen und Männer warten am Nebeneingang in der Eilenburger Dr.-Belian-Straße 6 an diesem Nachmittag. Es sind Kunden der Tafel. Zu Monatsende ist ihre Zahl hoch. Zwei Mal in der Woche, mittwochs und freitags von 14 bis 16 Uhr, können sie hier beim Tafelverein gespendete Lebensmittel gegen einen kleinen Obolus erhalten. Bedingung: Sie gelten als bedürftig, haben das bei ihrer Anmeldung bei der Tafel nachweisen können.

Ehrenamtliche Helfer wichtig

Obwohl noch Zeit bis zur Öffnung bleibt, hat sich eine Warteschlange gebildet. Man vertreibt sich die Zeit mit Gesprächen. Andere warten still mit sich beschäftigt, weil es ihnen peinlich ist, dieses Hilfsangebot zu nutzen. Gleich im Erdgeschoss liegen die Räume der Tafel. Sie sind klein, jeder Quadratmeter ausgenutzt. Seit Stunden sind hier noch hinter geschlossener Tür die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins am Agieren.

Heike Häßler, Ramona Nareike und Karin Schubert haben Kisten mit Lebensmitteln zusammengestellt, die diesmal zur Verfügung stehen. Gemüse und Obst ist dabei, Backwaren, Joghurt, Käse ebenso. Anderes steht in Regalen bereit. Die drei Frauen engagieren sich hier schon lange ehrenamtlich.

„Ich war selbst Kundin der Tafel und habe einfach meine Hilfe angeboten“, erklärt eine. Bei den anderen beiden ist es ähnlich. Marion Reisig, Mitarbeiterin des Tafel-Vereins und Koordinatorin der Ausgabestellen, ist froh über die Hilfe. „Wir sind auf Ehrenamtliche angewiesen“, sagt sie. Während in den Ausgaben in Delitzsch und Eilenburg auch geförderte Helfer im Einsatz sind, wird die Ausgabestelle in Laußig ganz ehrenamtlich betrieben.

Delitzscher Stelle sucht neues Domizil

Derzeit, so Vereinsvorsitzende Jutta Faak, hat die Tafel rund 2000 Kunden registriert. Erschreckend daran, dass in den letzten Jahren der Anteil der Rentner um gut ein Drittel zugenommen hat. Das, so Jutta Faak, sei noch nicht das Ende. Die Vorsitzende des Tafelvereins Delitzsch hat noch andere Probleme. Das Aufkommen an Geldspenden für die Tafel ging in den letzten Monaten drastisch zurück. „Das wird für uns zur existenziellen Frage“, sagt sie. Denn: Von diesen Geldern bestreitet der 13 Mitglieder zählende Verein Mieten für Räume, Strom, Unterhalt für die Transportfahrzeuge.

Und die Tafel hat noch ein großes Problem. Sie braucht ein neues Domizil in Delitzsch. Zum 31. Januar muss sie aus ihrem bisherigen ausziehen.

Von Bärbel Schumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Suche nach dem seit dem 15. Mai verschwundenen Psychiatrie-Patienten aus Wermsdorf (Kreis Nordsachsen) geht weiter. Erneut hat sich die Polizei am Freitag mit einer Vermisstenfahndung an die Öffentlichkeit gewandt.

31.05.2018

Das Langenreichenbacher Pfarrhaus muss dringend saniert werden. Eine 80-prozentige Förderung ist in Aussicht gestellt. Der Ortschaftsrat hat sich zum Objekt bekannt. Aber der Gemeindekirchenrat im Kirchspiel Schildau hat noch nichts entschieden.

25.05.2018

Landesbischöfin Ilse Junkermann reist zu Kirchen in der Region Halle-Wittenberg. Im Kirchenkreis Torgau-Delitzsch besuchte sie jetzt Eilenburg und Bad Düben – und traf auf Gemeinden mit Zukunftssorgen.

27.05.2018