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Tag der Präsentation am Rinckart-Gymnasium

Tag der Präsentation am Rinckart-Gymnasium

Schulleiter Dieter Mannel bewies am Sonnabend, dass er auch ein Händchen als Fremdenführer durch sein eigenes Schulhaus hat. Der Chef des Eilenburger Martin-Rinckart-Gymnasiums führte am Tag der Präsentation nicht nur kleine wie große Besucher geduldig durch die Klassenräume, sondern beantwortete auch viele Fragen.

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Einblicke gab es auch im Unterrichtsfach Kunst. Zwölftklässler Tim Schlenkermann zeigte seine Fingerfertigkeiten an einem Tonkopf.

Quelle: Steffen Brost

"Ich bin stolz auf das, was wir in den vergangenen Jahren geschaffen haben. Wir sind eine moderne allgemeinbildende Schule mit dem Ziel, das Abitur abzulegen", so Mannel, der seit elf Jahren im Amt ist. Vor allem auf den Bereich Technik und Computer ist Mannel stolz.

Bei Rita Kitzing und Birgit Starke werden Werkstücke angefertigt, die alltagstauglich sind. "Wir haben eine tolle Ausstattung mit der wir unseren Unterricht spannend und attraktiv gestalten können. So entstehen im Rahmen des Technikunterrichtes beispielsweise Spitzroboter und unser sogenanntes Multitalent. Ein Gerät, das zum einen als Flaschenöffner dient und zum anderen einen Chip für den Einkaufswagen bereithält", erzählte Starke. Bei Rita Kitzing im Unterricht kommen sogar Nähmaschinen zum Einsatz. "Die Schüler lernen nicht nur Einfädeln, sondern auch Knöpfe annähen und den Umgang mit einer elektrischen Nähmaschine", erklärte die Lehrerin. Hintergrund sind die zum Teil verkümmerten Eigenschaften der Feinmotorik vieler Schüler. "Da gibt es großes Potenzial. Die Schulung der Feinmotorik ist bei vielen notwendig, da wir die Defizite beim Umgang mit solchen Unterrichtsformen deutlich spüren", so Mannel.

Ganz oben unterm Dach wurde an diesem Tag Kunst gemacht. Die beiden Zwölftklässler Tim Schlenkermann und Luca Eberwien gestalteten zwei Tonköpfe. Lehrerin Kathrin Schlögl ist zufrieden mit den Stücken ihrer Schüler. "Arbeiten mit Ton gehört zum Unterrichtsstoff. Denn seit einem Jahr haben wir einen tollen Brennofen", schwärmte die Kunstlehrerin. Auch in Sachen Sprachen spielt das Gymnasium vorn mit. Seit Mitte der neunziger Jahre gibt es einen Schüleraustausch mit den USA und Sprachreisen unter anderem nach Finnland, England und Russland.

Mitten im Geschehen waren an diesem Tag die Nachwuchsredakteure der Schülerzeitung. An einem Stand im Foyer informierten Nico Astrich und sein Team über ihre Arbeit. "Unser Zeitung kommt zwei- bis dreimal im Schuljahr heraus. Dort gibt es eine Titelstory, Reportagen und andere spannende Geschichten", erzählte der 14-Jährige. Mit Stift und Kamera schwärmten die Jungredakteure den ganzen Vormittag durch das Schulhaus und sammelten die schönsten Momente aus Modenschau, Experimenten im Chemiekabinett, Chorprobe, Schulband bis hin zu Vorführungen in der Turnhalle für die nächste Ausgabe der Schülerzeitung ein.

Das Gymnasium Eilenburg besteht in der jetzigen Form seit 1993. Es entstand durch die Verschmelzung des Martin-Rinckart-Gymnasiums in Eilenburg-Mitte, des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Bad Düben und des Karl-August-Möbius-Gymnasiums in Eilenburg-Ost. Aktuell gibt es zwölf Fachunterrichtsräume für den sprachlich/literarisch/künstlerischen Bereich, zehn Fachunterrichtsräume für den mathematisch/naturwissenschaftlich/technischen Bereich und vier Fachunterrichtsräume für den gesellschaftswissenschaftlichen Bereich. Des Weiteren stehen zwei Infokabinette mit Schülerarbeitsplätzen zur Verfügung. Die Lehrerschaft umfasst 60 Kollegen. Derzeit lernen hier 730 Schüler.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.01.2015

Steffen Brost

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