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Tag der offenen Tür an Eilenburger Grundschule Cultus+

Freie Bildungsstätte Tag der offenen Tür an Eilenburger Grundschule Cultus+

Viele Eltern haben am Sonnabend den Tag der offenen Tür genutzt, sich über die Freie Grundschule Cultus+ in Eilenburg zu informieren. Die Pädagogen stellten dort auch ihr Konzept des lebensnahen Lernens vor. So wurde zum Schuljahresbeginn der Pferdehof zum Klassenzimmer.

Lukas, Tom und Carl (v. l.) basteln mit Naturmaterialien. Dabei lassen sie sich von den Muttis Caren Maier und Jana Weigel helfen.

Quelle: Anke Herold

Eilenburg. Jedes Kind, egal mit welchen Voraussetzungen, ist lernwillig und lernfähig. So vielfältig und individuell unsere Jüngsten sind, so unterschiedlich sind aber auch die Lerntypen und Lernkanäle, in denen Wissen aufgenommen wird. Lernen ist ein aktiver, individueller Prozess, der von vielen Faktoren abhängig ist. Die Kooperation mit außerschulischen Partnern ist dabei eine Säule im Schulalltag. Sie bringt das Leben in den Unterricht. Deshalb bedienen sich die Schüler und Pädagogen der Evangelischen Grundschule Cultus+ jener Methoden, um lebensnah zu lernen. Erlebnisreiche Schulstunden sind für die Grundschüler ein Muss. Auf dem Schwarzbachhof in Sprotta konnte dies realisiert werden. In den ersten beiden Schulwochen verlagerten die Schüler ihr Klassenzimmer auf den Pferdehof. Zum Tag der offenen Tür an der freien Grundschule am vergangenen Samstag konnten sich die Besucher nun selbst ein umfangreiches Bild von der Konzeption und den Lernerfolgen machen. Zahlreiche Bilder und selbstverfasste Texte hingen von der Decke herab und dokumentierten das Erlebte und Gelernte auf dem Reiterhof. Und Schulleiterin Hanna Reyher erklärte: „Nichts wird auswendig gelernt, sondern die Mädchen und Jungen lernen durch das Tun und profitieren von dem Miteinander.“ Sie selbst setzt auf kompetenzorientiertes Lernen und das Aha- Erlebnis im Schulalltag. „Wir suchen regelmäßig Lernorte außerhalb des Klassenzimmers auf.“

Inhalte sind lehrplankonform

Die Inhalte und Angebote sind variabel, lehrplankonform und werden an die Bedürfnisse der Schüler angepasst, war von Reyher im Gespräch zu erfahren. Wichtig sei auf jeden Fall auch, dass die Inhalte beidseitig immer interessant bleiben. Hier greift das Team die Ideen der Schüler auf. „Wir lernen jeden Tag mit unseren Kindern mit. Dabei setzen wir die großen Inhalte des Lehrplans selbstverständlich um“, so die Schulleiterin.

Zur gleichen Zeit saßen mehrere Kids geduldig in einem Klassenraum und beschäftigten sich mit Naturmaterialien. Anfassen, begreifen, kreativ gestalten was pädagogisch klingt, ist für die Mädchen und Jungen am Basteltisch einfach Freude und Spaß am Tun. Die kleine Klara fertigte ein Blatt mit bunten Formen durch Kartoffeldruck an und zeigte es stolz ihrer Mama Kerstin Meyer. Diese erklärte dann: „Klara geht es hier in der Schule gut. Sie ist Schülerin der Klasse 2. Hier darf sie individuell und entspannt lernen.“ Vor allen die guten Kontakte und der Austausch mit der Schule sind für die Mutter ein wichtiger und gewinnbringender Aspekt. „Wir setzen auf einen herzlichen und zugewandten Kontakt mit den Eltern, dabei nehmen wir die gleichberechtigte Kommunikation mit ihnen sehr ernst“, fügte Katja Krellig, Vorstandsmitglied des Trägervereins Cultus+ Freie Grundschule Eilenburg, beim Gespräch mit der Mutter hinzu.

Start in der ersten Klasse

Im Sekretariat gingen noch am Samstag Formulare über den Tresen, denn im nächsten Jahr möchte Lukas Wolf die erste Klasse besuchen. „Wir brauchen für unseren Sohn eine Schule, die ihm Freiräume beim Lernen und eine individuelle Freizeit bietet“, begründete seine Mutter die Wahl der Schule.

Mit dem lebensnahen Lernen setzt sich der Verein das Ziel, den modernen Anforderungen an das heutige Leben, die Bildung und die Erziehung gerecht zu werden.

Von Anke Herold

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