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Eilenburg Tagesmütter in Eilenburg sind enttäuscht: Zuschuss fällt geringer aus als gedacht
Region Eilenburg Tagesmütter in Eilenburg sind enttäuscht: Zuschuss fällt geringer aus als gedacht
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21:02 11.04.2018
Tagesmütter in Eilenburg wollen mehr Geld: Sarah Zobris (rechts) und Ina Rochner-Wolf erklären warum. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Die Tagesmütter in Eilenburg sind enttäuscht. Und das obwohl der Stadtrat jetzt eine Erhöhung der Zuschüsse für Kindertagspflegestellen beschlossen hat. Das Problem: Sie fällt geringer aus als gefordert. „Wir bleiben damit Geringverdiener. Für Krankentagegeld können wir uns weiterhin nicht versichern“, stellt Ina Rochner-Wolff fest, deren Mini-Kita „Sonnenblümchen“ ebenso ausgelastet ist wie alle anderen acht Tagesmütter in der Stadt. „Außerdem haben wir erst mit dem Beschluss erfahren, dass für Urlaub, Krankheit und Weiterbildung insgesamt 35 Tage im Jahr finanziert werden. Bei 30 Tagen Urlaub, drei Tagen Weiterbildung, bleiben im Notfall nur zwei Tage für den Krankheitsfall. Wer länger ausfällt, ist nicht abgesichert. Und darüber ist mit uns im Vorfeld nicht gesprochen worden.“

Es bleibt zu wenig

Bei einer neunstündigen Betreuungszeit würde der Zuschuss der Stadt von bisher 485 Euro auf 545 Euro monatlich steigen. Von der Brutto-Summe, die bei voller Auslastung der fünf Plätze, die Tagesmütter zur Verfügung stellen dürfen, zusammenkommt, bleibe zu wenig Stundenverdienst, so die Tagesmütter. Und auch die Stadt sieht offenbar, dass nicht immer alle Plätze voll ausgelastet sind und alle Kinder für neun Stunden betreut werden. Denn auch sie rechnet nicht mit den Mehrausgaben in Höhe von 28 800 Euro, die dann anfallen würden, sondern geht von 24 000 Euro jährlich aus. Insgesamt hat die Stadt in ihrem 2018er Haushaltsplan 271 000 Euro für die Tagspflegeplätze eingestellt. „Im Vergleich mit den umliegenden Gemeinden liegt dieser Zuschuss im oberen Drittel“, so die Argumentation der Stadtverwaltung. Für die Eilenburger Tagesmütter eher ein Zeichen, dass überall an den Zuschüssen nachgebessert werden müsste.

Im März-Stadtrat war der Beschluss über die neuen Zuschusshöhen noch einmal vertagt worden. Doch die erneute Beratung im Sozialausschuss hatte die Räte eher davon überzeugt, nicht noch mehr Geld auszugeben. Der Beschluss fiel einstimmig. Die neuen Regelungen sollen rückwirkend ab 1. Januar gelten.

Von Heike Liesaus

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