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Eilenburg Tauchas B 87-Sperrung lässt Jesewitzeraufatmen und Gallener stöhnen
Region Eilenburg Tauchas B 87-Sperrung lässt Jesewitzeraufatmen und Gallener stöhnen
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13:59 19.05.2015

In Krostitz gibt es jetzt öfter längere Wartezeiten an der Ampel, weil mehr Fahrzeuge auf die B 2 einbiegen. Doch nicht immer nehmen die Verkehrsteilnehmer die überregionalen Wege, die ihnen die Planer vorgeben. So war vorauszusehen, dass auch in Sachen B-87-Umleitung Schleichwege gefunden werden und nicht alle, die aus Richtung Eilenburg gen Leipzig wollen, die ausgewiesenen Routen über die S 4 und Krostitz oder über die B 107 Richtung Wurzen und die B 6 befahren. Andererseits bietet die derzeitige Situation eine Vorstellung davon, wie es wäre, wenn die B 87 n zwischen Leipzig und Eilenburg kommt, deren Linie seit Jahren diskutiert wird.

Einer, der diese begrüßen würde, ist Helmut Klöbzig, Jesewitzer Anwohner der Bundesstraße. Er hat längst ein Plakat "Pro Ausbau B 87" an seinem Grundstück angebracht hat. "Denn seit die Eilenburger Umgehung Ende 2010 fertiggestellt wurde, gab es wegen des erhöhten Durchgangsverkehrs permanent mehr Krach. Vor allem wegen der Lkw." Nach drei Wochen Sperrung in der Nachbar-Stadt klingt er bei der LVZ-Nachfrage sehr zufrieden: "Seitdem Taucha dicht ist, ist es hier lebenswert. Die Nachbarn grüßen sich wieder, weil sie sich wieder hören." Nach wie vor kämen viele Pkw vorbei, aber nur wenige "Lkw-Individualisten". Solche, die tatsächlich zu Unternehmen in die Umgebung müssen, und solche, die dann in Taucha für Staus auf innerörtlichen Umleitungen sorgen.

Auch Christa Mosig, Inhaberin des benachbarten Gasthauses, beschwert sich nicht, dass nun weniger Fahrzeuge die Straße passieren. Im Gegenteil: "Auf alle Fälle ist die Zahl der Gäste nicht geringer geworden, eher sogar ein wenig mehr. Vielleicht, weil nun einige eher bemerken, dass es eine Gaststätte am Rande gibt, weil ihnen kein Laster die Sicht versperrt."

Andere Orte der Gemeinde Jesewitz bekommen mehr Verkehr ab. Schon vorher wählten viele die Route über die Dörfer und die engen Verbindungsstraßen. Diese ist kürzer, aber nicht unbedingt schneller. Wenn man sich an die Tempo-Limits hält. "Es ist zu hören. Besonders in den frühen Morgenstunden. Vor allem sind es Pkw und viele Firmenfahrzeuge in Transporter-Größe. Lkw weniger", so die Beobachtung von Sandra Gunkel in Liemehna. Gefühlt das Doppelte komme jetzt an Autos über die Dorfstraße, erzählt eine Gallenerin. Selbst für Kunden des Blumenladens im Ort sei es schwierig, an der Straße anzuhalten. "Es ist ein Lacher", sagt Rolf Küster. Er wohnt ebenfalls an der Straße in Gallen. Und er ärgert sich auch über den bisher vergeblichen Kampf, wenigstens für diese Bereiche 30 km/h auszuweisen. "Und nun kommen sogar noch mehr Fahrzeuge durch. Das ist doch klar, dass diejenigen, die sich auskennen, hier entlang fahren."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.04.2015
lis

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