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Eilenburg Tibetische Mönche kommen nach Hohenprießnitz
Region Eilenburg Tibetische Mönche kommen nach Hohenprießnitz
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08:40 12.09.2018
Markus Heckenhahn ist Vorsitzender des Atmasva-Vereins. Quelle: Foto: Heike Nyari
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Hohenprießnitz

Tibetische Mönche streuen an verschiedenen Orten in Deutschland heilige Sandmandalas und führen Segensrituale durch. Die letzte Station ihrer Sommerreise führt sie vom 19. bis zum 23. September nach Hohenprießnitz, wo sie in der Alma Mata des Vereins Atmaseva ein Medizinbuddha-Mandala erschaffen werden.

Geduld und Konzentration gefragt

Es ist eine zeitaufwändige akribische Arbeit, die viel Geduld und Konzentration erfordert. Die weitgereisten Herren aus der international bekannten südindischen Klosteruniversität „Sera Je“ haben verschiedenfarbene feine Sande zur Verfügung, die sie mit Hilfe von Metallröhrchen an die richtige Stelle platzieren. Und für den Zuschauer ist es äußerst faszinierend, diesen Vorgang über Tage hinweg mit verfolgen zu dürfen. Wie vom Vorsitzenden des Vereins Atmaseva, Markus Heckenhahn zu erfahren ist, ist das möglich. Am 20., 21. und am 22. September, täglich in der Zeit von 14 bis 17 Uhr dürfen die Gäste die Alma Mata betreten und den Tibetischen Mönchen bei ihrer meditativen Arbeit zusehen.

Spirituelle Kultur

Das Ganze hat auch einen ganz konkreten Hintergrund. Wie es in einem Flyer des Tibetischen Zentrums heißt, stellen die Herren „während ihrer Mandala-Tour nicht nur Teile ihrer einzigartigen spirituellen Kultur vor, sondern sie sammeln auch Spenden für ein Kultur- und Bildungsprojekt in Osttibet. „Deshalb werden wir keinen Eintritt nehmen. Wir bitten aber um finanzielle Spenden für das Projekt der Mönche“. Die Unterstützung unter dem Motto „Brücke nach Tibet“ gilt einem Mönchskloster, zwei Nonnenklöstern, einer Klosterschule, einer tibetischen Schule und einer Krankenstation in Osttibet.

Wunderschöne Bildnisse

Doch was ist eigentlich ein Mandala? Der Begriff stammt aus dem Sanskrit und bezeichnet meist kreisrunde oder quadratische wunderschöne Bildnisse. Je nach Größe kann man sich in stundenlanger oder in Tage andauernder Gestaltung vertiefen. Weitaus komplizierter gestaltet sich das große Werk, das in der Alma Mata geschaffen werden soll. Dazu werden Millionen puderfeinste, mit Naturfarben eingefärbte Sandkörnchen verwendet. „Die Farben, Formen und jedes noch so kleine Detail haben symbolische Bedeutung“, weiß Markus Heckenhahn. Doch alles hat seine Zeit und ist vergänglich. Und genau das symbolisiert der Akt am Vormittag des 23. September. Dann wird das mühevoll erarbeitete Meisterwerk in einem öffentlichen Ritual aufgelöst und das Bild verschwindet wieder.

Nach der Auflösung des Mandalas wird zu einer feierlichen Prozession geladen, die an die Mulde führt. Der vorsichtig zusammengekehrte Sand wird dem Fluss und so also dem Lauf des Lebens übergeben.

www.tibet.de, www.atmaseva.de.

Von Heike Nyari

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