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Träger für Ein-Euro-Jobs fehlen, Zweckverband wird dennoch aufgelöst

Träger für Ein-Euro-Jobs fehlen, Zweckverband wird dennoch aufgelöst

Das nordsächsische Jobcenter könnte 500 Ein-Euro-Jobs finanzieren – findet aber nur mühsam Träger. Der jüngst von Geschäftsführerin Michaela Ungethüm im Kreistag geäußerte Fakt (wir berichteten) lässt aufhorchen angesichts der Tatsache, dass Eilenburger und Doberschützer Stadt- und Gemeinderäte vor noch nicht allzu langer Zeit der Auflösung eines der größten Träger dieser Art – dem Zweckverband Beschäftigungsförderung Nordsachsen, der für die Muldestadt und die Nachbargemeinde über viele Jahre diverse Arbeitsförderprojekte organisierte – zugestimmt haben.

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Rolf Entschel ist einer von zehn Helfern, die in der Stadt Müll aufsammeln.

Quelle: Birgit Rabe

Eilenburg/Doberschütz. Beide Kommunen stehen dennoch zu ihrem Entschluss und gehen eigene Wege.

Eine der wichtigsten gemeinnützigen Aufgaben, die vor allem im Sommerhalbjahr ins Gewicht fallen und zuvor von sogenannten Ein-Euro-Jobbern erfüllt wurden, ist, auf öffentlichen Anlagen und in öffentlichen Einrichtungen nach dem Rechten zu sehen und dort für Ordnung zu sorgen. Quasi als Saubermann ehrenhalber ist zurzeit Rolf Entschel, der sich zum Arbeitslosengeld II etwas dazu verdienen kann, zwischen Eilenburger Berg und dem Stadtteil Ost viermal in der Woche unterwegs. Dafür gibt es eine kleine Aufwandentschädigung. Entschel: „Von leeren Flaschen über Zigarettenschachteln bis zu vollen Windeln, Kleidung, Hausmüll und Kothaufen nicht nur von Hunden ist alles in den Grünanlagen zu finden. Besonders die etwas abgelegenen Flächen werden gern zur Entsorgung genutzt. Montag bis Donnerstag drehe ich in der grünen Lunge rund um die Stadt meine Runde." Trotz der Widerlichkeiten: Der Eilenburger erfüllt diese Aufgabe gern.

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Karin Rieck

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