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Eilenburg Traum-Job mit Kettensäge
Region Eilenburg Traum-Job mit Kettensäge
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14:07 19.05.2015
Eine Kette schleifen, kann Spaß machen: Philipp Henzschel und die Lehrlinge Paul von den Driesch und Martin Urban (von rechts). Quelle: Wolfgang Sens

Dass einige seiner Lehrlinge unwesentlich jünger sind als er, damit habe er kein Problem: "Sie respektieren mich, nehmen mich ernst", sagt der junge Mann, der mit seiner Fachkompetenz punkten kann und mit Peter Steudler einen erfahrenen Ausbilder an seiner Seite weiß.

Für Henzschel spräche zudem die "Mobilität, die er mit seiner Familie an den Tag legt", sagt Jan Glock, Leiter des Forstbezirkes Taura. Die junge Familie hat innerhalb weniger Jahre mehrere Wechsel absolviert. "Meine Söhne sind fünf und ein Jahr alt, für den Großen war es schon der dritte Umzug", sagt der gebürtige Frohburger, der froh ist, eine Partnerin zu haben, die dieses Verständnis aufbringt. Mittlerweile leben die Vier in Belgern. Dass er so schnell in die Rolle eines Lehrausbilders schlüpfen könne, sei ein Glücksfall.

"Ich habe den Beruf wegen der unmittelbaren Verbindung zur Natur gewählt." In seiner Ausbildung habe er auch einiges vermisst: "Gab es Probleme, wurden Lösungen gesucht, wurde dabei oft nur ein Weg gezeigt." Ihm sei es aber wichtig, verschiedene Möglichkeiten zu benennen, den Lehrlingen die Chance zu geben, sich eigenständig für einen für sie optimalen Weg zu entscheiden. 2008 hatte Henzschel die Ausbildung begonnen, die er 2011 als Jahrgangsbester abschloss. Zwei Jahre arbeitete er in Marienberg, bekam eine unbefristete Stelle im Forstbezirk Plauen. Als er von der Ausschreibung des Forstwirtschaftsmeisters erfuhr, zögerte er nicht lange. Sechs Monate Qualifizierung waren für den Traum-Job nötig: "Es macht mir Spaß, mit jungen Leuten zu arbeiten, sie zu formen." Sein erstes Fazit falle deshalb positiv aus: "Früher war ich nur Waldarbeiter, jetzt kommt mehr Büroarbeit dazu. Heißt aber auch: Ich kann mehr mitplanen."

15 Lehrlinge gibt es im Bereich des Forstbezirks Taura, in dessen Bereich der einzige Standort für Lehrausbildung in Nordsachsen ist. Jedes Jahr beginnen fünf Neue die dreijährige Ausbildung. Die Auswahl für den nächsten Start im Spätsommer ist bereits erfolgt, sagt Glock. Jedwede Gelegenheit, grüne Berufe wie den des Forstwirts zu präsentieren, werde zudem genutzt, auch, um junge Leute aus der Region zu werben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.03.2015
Von Kathrin Kabelitz

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