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Eilenburg Trotz Sommerloch viele Blutspender in Doberschütz
Region Eilenburg Trotz Sommerloch viele Blutspender in Doberschütz
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16:26 24.07.2011
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. Davon war am Sonnabend in Doberschütz nichts zu spüren. Dabei sind Mitarbeiter des Blutspendedienstes Ost vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in den Bereichen Sachsen, Berlin sowie Brandenburg zuständig. Überall wird übers Sommerloch gesprochen und das Blut allmählich knapp. In Doberschütz, dem Tor zur Dübener Heide, machte das Mediziner-Team aus Chemnitz andere Erfahrungen.

Auch die andernorts sinkenden Zahlen der Erstspender konnten hier vor Ort widerlegt werden: Neun kamen, um erstmals für den guten Zweck die Ärmel hochzukrempeln. „Damit ist sogar ein kleiner Rekord aufgestellt worden. Heute können wir wirklich zufrieden sein", sagte Ingo Hertel vom Spendendienst. Auch die anderen DRK-Mitarbeiter waren angenehm überrascht. Fast einhundert spendefreudige Bürger aus Doberschütz und Umgebung fanden sich zwischen 9 und 13 Uhr im Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr ein. Auch das sei rekordverdächtig. Zum Vergleich: Beim vorangegangen Termin im Ort kamen etwa 70 Männer und Frauen, um sich den roten Lebenssaft abzapfen zu lassen.

Schon von früh an war reges Treiben auf den Gängen und in den Sozialräumen des Gerätehauses zu beobachten. Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Doberschütz nahmen dort die vielen Spender in Empfang. Nach dem Gesundheitscheck, den ein Arzt durchführte, und nachdem sie von den DRK-Mitarbeiter eingewiesen und aufgenommen wurden, ging es für die Besucher zur Blutentnahme. 93 Spendern wurden jeweils 450 Milliliter des wertvollen Elixiers abgenommen.

Als Dankeschön gab es einen Imbiss, den die Feuerwehrkameradinnen liebevoll und schmackhaft zubereitet hatten. Von der Bockwurst über belegte Brote, Kuchen, Obst und die verschiedensten Getränken blieben da keine Wünsche offen. Außerdem stand diesmal für jeden ein neuer Einkaufskorb bereit.

Aber das war für viele Spender nicht ausschlaggebend, um sich zur guten Tat zu entschließen. Viel wichtiger sei der Aspekt, anderen Menschen zu helfen, war zu hören. Nicht zu vergessen, dass neben der Blutgruppenbestimmung das Blut zum Beispiel auf verschiedene Krankheiten unter anderem auch auf Leberentzündungen oder den Erreger der Immunschwäche Aids getestet wird.

Die Bilanz: ein kostenloser Gesundheitscheck, der mit leckerem Essen, einem Präsent und dem zufriedenem Gefühl, einen guten Dienst getan zu haben, belohnt wird. – So sah es auch Hartmut Neubacher, der aus diesem Anlass schon öfter den Weg ins Gerätehaus fand. „Ich bin zum zehnten Mal hier, weil es wichtig ist. Und nicht zu vergessen: die hübschen Schwestern", setzte der Doberschützer scherzend hinzu.

Bereits jetzt steht der nächste Termin in seinem Heimatort fest. Es bleibt zu hoffen, dass sich auch am 22.Oktober ebenso viele dazu entschließen können, mit solch einer Spende zu helfen. Unter anderem wird damit die Blutbank Leipzig, die im Bereich der Landesirektion etwa 55 Standorte betreibt und neben dem Universitätsklinikum der Pleißestadt die Krankenhäuser in Delitzsch, Eilenburg, Oschatz, Torgau sowie Borna versorgt, unterstützt. Heike Fedorov

Heike Fedorov

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