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Eilenburg Typisch Tauwetter: Mulde führt Hochwasser
Region Eilenburg Typisch Tauwetter: Mulde führt Hochwasser
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16:07 23.02.2017
Die Bahnunterführung in der Friedrich-Ebert-Straße, die in den Eilenburger Bürgergarten mit vielen Kleingärten führt, steht unter Wasser. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg/Laußig

Sehr aufmerksam wurden am Donnerstag die Pegelstände der Mulde beobachtet. Regen und Tauwetter sorgten für ein Anschwellen des Flusses. Am Ende konnte aber allerorten aufgeatmet werden. Die Hochwasserwarnstufe I wurde am Pegel Golzern, von wo das Wasser noch sechs bis acht Stunden bis Eilenburg braucht, mit 3,60 Metern gegen 9.45 Uhr überschritten. Die Marke von vier Meter, die maßgeblich für die Warnstufe II ist, wurde 14.45 Uhr erreicht.

Rückläufige Werte zu erwarten

Die Stadt Eilenburg konnte da aber schon auf ihrer Homepage und Facebookseite informieren, dass die Stufe II voraussichtlich nur „moderat überschritten“ wird. Für den Freitag seien stagnierende und leicht rückläufige Werte zu erwarten. André Zimmermann, der stellvertretende Eilenburger Feuerwehrchef, sagte Donnerstag gegen 15.30 Uhr: „Wir verfolgen das Ganze auch weiterhin aufmerksam.“ Noch seien aber keine Deichläufer unterwegs.

Webcam von Vandalen zerstört

Ärgerlich für die Eilenburger, dass die an der Muldebrücke installierte Webcam, die zwischen Golzern und Bad Düben einen weiteren, wenn auch inoffiziellen Wert liefert, ausgefallen ist. Ursache dafür, so verlautete aus dem Rathaus, sei Vandalismus. Es sei versucht worden, ein Kabel abzureißen.

Pegelstände werden auch in Laußig aufmerksam verfolgt

Auch der Laußiger Hauptamtsleiter Jörn Dröschel hatte immer ein Auge auf die Seite des sächsischen Umweltministeriums mit den aktuellen Pegelständen. Erleichtert konnte er gegen 15 Uhr konstatieren, dass die Werte im Quellgebiet schon wieder nach unten zeigen und schlussfolgerte: „Das ist damit eine normale Schneeschmelze.“ Gleichwohl hätte die Gemeinde die unmittelbaren Anlieger wie Landwirtschaftsunternehmen sowie die Feuerwehr informiert. Erste Kontrollgänge auf den Deichen seien von Gemeindemitarbeitern gemacht worden.

Von Ilka Fischer

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