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Eilenburg Übernachtungen: Hoteliers in Eilenburg und Bad Düben sind zufrieden
Region Eilenburg Übernachtungen: Hoteliers in Eilenburg und Bad Düben sind zufrieden
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17:04 11.03.2018
Josefin Kummer-Taudt richtet die Betten in ihrer Herberge Agape her. Quelle: Wolfgang Sens
Eilenburg/Bad Düben

Lutz Janke ist glücklich. „Die Tendenz lässt keine Zweifel, die Übernachtungen nehmen zu“, sagt der Inhaber des Eilenburger Hotels Rialto. Häufig sei das Haus komplett ausgebucht, unter anderem zur anstehenden Leipziger Buchmesse. Das Beispiel zeigt: Der Gästeboom in der Region Leipzigzuletzt wurde die Schallmauer von drei Millionen Übernachtungen geknackt – schlägt sich stellenweise auch in der Muldestadt und Umgebung nieder.

Janke führt das Rialto seit 21 Jahren. In der kleinen Einrichtung mit italienischem Restaurant im Erdgeschoss stehen sechs Doppelzimmer und drei Einzelzimmer zur Verfügung. An den Wochenenden kommen viele Gäste vorbei, die an Familienfeiern oder Klassentreffen teilnehmen, unter der Woche sind es insbesondere Geschäftsreisende und Monteure. „Man merkt es“, erklärt der Hotelbetreiber mit einem Lächeln, „wenn in Leipzig große Veranstaltungen sind. Dann müssen wir teilweise Anfragen eine Absage erteilen.“

Zweistelliges Wachstum beim Heide Spa

Besonders deutlich offenbart sich der steigende Besucherzustrom anhand der Bilanz des Heide Spa Hotel & Resort in Bad Düben. Das Wellnesshaus mit fast 200 Betten hat im vergangenen Jahr seine Zimmerbelegung um mehr als zehn Prozent auf insgesamt knapp 86 Prozent nach oben geschraubt. „2017 haben wir die beste Entwicklung seit der Eröffnung vor gut elf Jahren verbucht“, erklärt Ole Hartjen. Der Geschäftsführer verweist auf eine ganzjährig hohe Auslastung, bei der kein Monat schwach sei.

Begrüßt werden mehrheitlich Individualgäste, die Ruhe und Erholung suchen, an Werktagen auch Geschäftsreisende und Tagungsteilnehmer. Die Gäste kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, mehrheitlich aber mit über 70 Prozent aus den östlichen Bundesländern. Für 2018 verspricht sich der Heide-Spa-Chef einen weiteren Anstieg bei den Besucherzahlen – nicht zuletzt aufgrund des kürzlich vollendeten Hotelanbaus.

In Doberschütz, direkt an der B87, betreibt Gottfried Pfund seit 1995 den Gasthof und Pension Goldene Sonne. Urlauber begrüßt er kaum welche, dafür zahlreiche Monteure. „Das war schon immer so. Wenn gebaut wird, haben wir viele Gäste“, meint der 72-Jährige, „wenn nicht, dann haben wir so gut wie keine.“ Derzeit verhelfen ihm Arbeitseinsätze an der Mulde und in Eilenburg zu einer vollen Auslastung. Alle zehn Betten sind belegt. Wie lange das so bleibt, wagt er nicht zu beurteilen. „Wir sind vom Bauboom abhängig“, lautet sein Fazit.

Weit gereiste Gäste in der Heinzelberge

Ein Plus bei den Übernachtungen verzeichnet Helmut Fahrner: „Der Trend geht nach oben – sogar so sehr, dass wir vielleicht irgendwann die Handbremse ziehen müssen.“ Der 67-Jährige leitet mit seiner Frau Sabine Heilmann die Pension Heinzelberge auf dem sagenumwogenen Burgberg in Eilenburg. Fünf Doppelzimmer, darunter ein an Rollstuhlfahrer angepasstes, und ein Einzelzimmer erwarten die Besucher.

Fahrner: „Wir haben viele Wiederholungstäter. Aber auch Leute, die von weit her anreisen.“ So sollen etwa Gäste aus der Schweiz und Österreich das Etablissement aufgesucht haben, aus der US-Metropole Miami sowie aus Neuseeland. Selbst an Prominenz fehle es nicht. Thomas Rühmann, Darsteller des Dr. Heilmann in der Arztserie „In aller Freundschaft“, sei ebenfalls zu Besuch gewesen. Anziehungspunkt für Übernachtungen sind Firmen- und Familienfeiern in der Stadt sowie Großereignisse in Leipzig und auf der Messe.

Agape und Schützenhaus sind zufrieden

Konstante Übernachtungszahlen verzeichnet die Herberge Agape im Eilenburger Ortsteil Behlitz. „Ich bin zufrieden. Die Auslastung ist gut“, sagt Inhaberin Josefin Kummer-Taudt. Die 30-Jährige hat die mit sieben Betten ausgestattete Einrichtung von ihren Eltern übernommen, hält den Betrieb in Eigenregie aufrecht. Die Stoßzeit beginnt ab März, sagt sie, viel los sei insbesondere im Sommer. Familien mit Kindern und Geschäftsreisende bilden den Kern der Besucherschaft.

Radfahrer und ältere Pärchen sind es im Hotel Schützenhaus, das Cornelia (53) und Mario Kleinert (54) seit 1995 in Bad Düben leiten. „Die Übernachtungen haben erfreulicherweise zugenommen“, sagen sie. Hauptsaison ist zwischen März und Oktober, bereitgestellt werden 19 Zimmer. Was das Ehepaar besonders freut, ist die internationale Resonanz. „Wir hatten schon Gäste aus Spanien, Kanada, Japan, Schweden und den Niederlanden“, verrät Cornelia Kleinert.

Von Matthias Klöppel

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