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Eilenburg Verbände äußern sich zur Kritik von Zugreisenden
Region Eilenburg Verbände äußern sich zur Kritik von Zugreisenden
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05:00 03.04.2010
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. Ein Artikel in der Kreiszeitung zum Thema habe intern zu einem ausführlichen Gespräch geführt.

„Die Kritik nehmen wir an“, antwortet Pressereferentin Anja Smetanin von der Mitteldeutschen Regiobahn . „Dennoch: Die derzeitigen Bauarbeiten dienen der Verbesserung der Infrastruktur.“ Diese sei nun mal für die Fahrgäste da und es gebe „immense Bemühungen aller Partner im MDV, Behinderungen so gering wie möglich zu halten“. Wie berichtet, hatten besonders Ältere und Eilenburger mit Handicap die Erschwernisse bemängelt. Grund dafür sind die Baumaßnahmen am Knoten Leipzig. Dort wird eine neue Bahnstation gebaut. Der City-Tunnel soll in die bestehende Infrastruktur integriert werden. „Wir hatten informiert, dass die Baumaßnahmen „unter rollendem Rad“ ausgeführt werden, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten und gezeigt, dass für die zeitweiligen Behinderungen umfangreiche Ersatzverkehre organisiert wurden. Dafür wurde sogar ein spezieller Baufahrplan erarbeitet und veröffentlicht“, berichtet die Pressereferentin zu den Informationen im Vorfeld. „Jede Baumaßnahme ist grundsätzlich mit Behinderungen verbunden. Auf der anderen Seite steht aber die Verbesserung der Infrastruktur und somit auch die des Personennahverkehrs in der Region.“

Der Eilenburger Rainer Harte hatte zum Beispiel kritisiert, dass er keine Flyer vorfand, die er mit nach Hause nehmen könnte. Mit dem Internet, in dem die Hinweise zu Fahrplanänderungen stehen, kenne er sich nicht so aus. „Die Mitteldeutsche Regiobahn und die Deutsche Bahn haben für den Bauzeitraum extra Fahrpläne angefertigt. Für die Strecke Leipzig–Eilenburg finden Sie zum Beispiel im Fahrplanheft der Mitteldeutschen Regiobahn zwei Extra-Seiten, Seite 58 bis 63, die genau beschreiben, wann und wie welche Züge der DB und der MRB im Zeitraum zwischen dem 14. März und dem 18. September verkehren und wo sie halten. Auch in den Streckenplänen von DB Regio sind alle Züge ausgewiesen“, informiert Anja Smetanin. Selbst in den Zügen informieren Aushänge über die aktuellen Änderungen. Wer weder dort noch im Internet nachschauen könne, für den sei die Servicehotline der beiden Bahnunternehmen Mitteldeutsche Regiobahn und der Deutschen Bahn da. Jeder Fahrgast könne zu jeder Zeit Informationen zu Störungen oder Behinderungen übers Telefon bekommen. Da gebe es auch Hilfe zur Reiseorganisation, insbesondere für mobilitätseingeschränkte Menschen.  Richtig sei, dass zu Beginn des Jahres Buslinien von Eilenburg nach Leipzig reduziert wurden. „Bei der Neuvergabe haben alle Verantwortlichen Wert auf die Abschaffung von Parallelverkehren gelegt. Eine längerfristige Vergabe kann allerdings nicht an zeitweilige Bauvorhaben der DB Netz AG gekoppelt werden“, erklärt die Pressereferentin zu der Frage einer Eilenburgerin, warum es nicht möglich sei, während der Bauzeit die alten Regelungen beizubehalten.

Allerdings ist auch diese Sache besonders auf Betreiben des Sozialverbandes Vdk, der vor allem Menschen mit Handicap vertritt, in Bewegung geraten. Wie berichtet, wurde von Sax-Bus mit Hilfe des Landratsamtes bei der Landesdirektion beantragt, einen Bus auf der Linie 197 wenigstens einmal zusätzlich zum Leipziger Hauptbahnhof durchfahren zu lassen.  „Der Antrag ist genehmigt“, erklärte Sven Fischer von Sax-Bus jetzt der Kreiszeitung: „8 Uhr fährt der Bus ab Dienstag von der Rosa-Luxemburg-Straße durchgängig zum Leipziger Hauptbahnhof und um 9 Uhr zurück.“ Die anderen Zeiten bleiben wie gehabt. Unter anderem gehen Busse um 14.40, 15.45 und 17.40 Uhr ab Hauptbahnhof Leipzig Richtung Eilenburg.

Heike Liesaus

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