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Eilenburg Verträge für Gas und Strom mit Eilenburg unter Dach und Fach
Region Eilenburg Verträge für Gas und Strom mit Eilenburg unter Dach und Fach
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18:05 01.12.2015
Maike Trulson-Schult und Ralf Scheler unterschreiben die Verträge. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Ohne diese Verträge sei die Existenz der Stadtwerke ab dem Jahr 2017 gefährdet. Aber trotzdem konnte die Stadt nicht so ohne weiteres über ihre Anlagen verfügen: Diese Verträge mussten ausgeschrieben werden.

Worum geht es? „Das Konzessionsrecht ist ein Wegerecht. Das heißt: Uns wird damit gestattet, in städtischen Fußwegen und Straßen Kabel und Rohre zu verlegen“, erklärt Trulson-Schult. Deshalb gehören zu den Verträgen auch Karten, die die Trassen verzeichnen: 210 Kilometer Stromkabel liegen in den Straßen, dazu kommen 30 Kilometer Freileitungen.  Außerdem sind im Stadtgebiet zirka 100 Gasleitungen verlegt. „Der Betrieb der Netze ist für uns ein sehr wichtiger Geschäftszweig“, beschreibt die STE-Geschäftsführerin die Lage. „Nur vom Vertrieb könnte kein Stadtwerk existieren.“ Die Hälfte der Umsätze machten das Betreiben der Eilenburger Gas- und Strom-Netze aus. An dem Unternehmen sind zu 49 Prozent der Energieversorger Wemag und zu 51 Prozent die Stadt Eilenburg beteiligt. Das heißt: Auch 15 der 30 Stadtwerke-Mitarbeiter sind dafür engagiert. Für die Stadt wiederum würden ansonsten Einnahmen aus Gewerbesteuern und Gewinnausschüttungen fehlen, die wiederum für den Betrieb von Schwimmhalle und Bibliothek fehlen könnten.

„Bei den Ausschreibungen hätte sich durchaus ein weitereres Unternehmen beteiligen können“, berichtet Trulson-Schult. Aber es gab keinen weiteren Bewerber. Sie sieht die Ursache in der Aufstellung der STE: „Es hilft nur, sich erstklassig vorzubereiten. Und das haben wir gemacht. Aber der Wettbewerb ist auch gewollt, sonst könnte es ja auch sein, dass eine städtische Gesellschaft nicht gut arbeitet“, unterstreicht die Stadtwerke-Chefin.

Generell sieht sie das Unternehmen gegenüber Mitbewerbern gut aufgestellt: „Wir haben zwei Mal beim Hochwasser bewiesen, dass wir es können“, erklärt sie. Denn die Länge der Störzeiten bei der Versorgung muss gemeldet werden. Sie werden bei den Vergleichen herangezogen. Schließlich würde eine Stadt ansonsten Gefahr laufen, dass zum Beispiel Schulen geschlossen werden müssen, weil die Wärmeversorgung ausfällt. Die neuen Verträge gelten jetzt für 20 Jahre.

Von Heike Liesaus

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