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Vier Generationen bauen Brücken

Vier Generationen bauen Brücken

Gleich vier Generationen haben gestern im Eilenburger Rathaus Brücken gebaut: Die Knirpse aus dem DRK-Kindergarten frisch und selbstbewusst mit Tanz und Spiel. Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos) als Moderator der Stadtpolitik.

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Spaß im Rathaus: Die Kleinen vom DRK-Kindergarten wollen nicht nur allein tanzen und holen sich Senioren zum Buggy aufs Parkett.

Quelle: Steffen Brost

Eilenburg. Jugendsozialarbeiter mit ihren Schwerpunkten und der Stadtseniorenrat, der mit zahlreichen Gästen die traditionelle Woche der Senioren zum nunmehr 16. Mal startete und seine vielfältigen Angebote in dieser Woche unter das Motto "Brücken bauen zwischen den Generationen" stellt.

Da war es dem Stadtoberhaupt zunächst ein Bedürfnis, dem Stadtseniorenrat als Gastgeber und Brückenbauer zu verschiedenen Mitakteuren zum 20. Geburtstag zu gratulieren. Denn während sich die Diskussionen um solche Gremien Anfang der 1990er Jahre, erinnerte er, sich sowohl bei älteren auch jüngeren potenziellen Ratsaktiven um diverse Details rankten, "hat es bei den älteren bis heute funktioniert". Dabei hob Wacker die "vielen positiven Ansätze" hervor, damit sich Generationen, wie so oft in dieser Gesellschaft, nicht zu weit voneinander entfernen und Abgründe auftun. "Sondern Sie arbeiten immer wieder daran, damit Brücken nicht brechen." Dafür nannte Marianne Aster, die Vorsitzende des Stadtseniorenrates, einige konkrete Beispiele: Die Vorlesepaten der Volkssolidarität in der Kneipp-Kita Bummi, generationenübergreifende Projekte in der freien Grundschule Cultus plus, die Brotzeit in der Förderschule, die Weiterbildungsangebote der Volkshochschule, das Gesprächscafé. Das Landratsamt, brachte sie ein weiteres Projekt ins Gespräch, sei über die Stadtverwaltungen zudem auf der Suche nach sogenannten Leih-Großeltern, die berufstätige Familien, die nur wenig Zeit für ihre Kinder haben, unterstützen können.

Schließlich erfuhren die Gäste einiges über die Arbeit der Jugendsozialarbeiter in der Muldestadt. Worüber später noch ausführlicher zu lesen sein wird. Und traditionell war Gelegenheit, Fragen an den Oberbürgermeister los zu werden. Da gab es nicht nur für die aktuelle Schuldensituation in der Stadt Interesse sowie die Vermarktung von Gewerbegebieten. Auch die Gestaltung eines Butzbacher Platzes - womit sich in der kommenden Woche der Sozialausschuss der Stadt abschließend beschäftigen will - sowie die Zahl der Bänke zum Ausruhen und deren Standorte spielten eine Rolle.

Schließlich wollte einer der Mitbegründer des Stadtseniorenrates, Edgar Otto, noch einmal öffentlich klar gestellt haben, dass es vor 20 Jahren der inzwischen verstorbene Franz Schneider war, der Erfahrungen aus der Eilenburger Partnerstadt Butzbach aufgriff und den er als damaliger Stadtrat unterstützte. Otto, dessen Familie außerdem mit der Entwicklung der Eilenburger Sternwarte eng verbunden ist, war 18 Jahre dabei und hat sich in seinem hohen Alter ebenfalls etwas aus dem gesellschaftlichen Leben zurückgezogen.

Drei Frauen, ergänzte Marianne Aster, seien nunmehr dabei, mehrere Ordner Material über die Aktivitäten des Rates zu sichten und daraus eine Art Chronik zu erstellen. Darüber hinaus können die zwölf Aktiven der Seniorenvertretung, wurde betont, durchaus noch Verstärkung gebrauchen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.09.2013

Rieck, Karin

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