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Eilenburg Vier Medaillen werden im Eilenburger Tierheim verliehen
Region Eilenburg Vier Medaillen werden im Eilenburger Tierheim verliehen
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15:35 19.05.2015
Sozialministerin Christine Clauß (Mitte) ehrt Gerhard und Waltraute Wolf (von links), Eberhard Kneschke und Kerstin Vollrath mit dem Tierschutzpreis. Quelle: Alexander Bley
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Eilenburg

Der Grund: Die sächsische Sozialministerin Christine Clauß (CDU) hatte den Ort für die Verleihung der diesjährigen Sächsischen Tierschutzmedaillen auserwählt.

Es ist selten, dass damit gleich vier Tierfreunde auf einmal ausgezeichnet werden. Eine Premiere war auch, dass zwei Medaillen an ein Ehepaar gehen. - "Setzen Sie sich mal in die erste Reihe", forderte Clauß die Eilenburger Waltraute und Gerhard Wolf auf, als sie zu ihrer Laudatio ansetzte und bemerkte, dass sich die beiden zu weit hinten platziert hatten. Die Ministerin erinnerte daran, dass das Paar Tiere zuerst auf dem Privatgrundstück betreut hatte, später ein Areal im Bürgergarten fand. Das Tierheim dort wurde jedoch vom Hochwasser 2002 zerstört. Zwei Jahre lang mussten die Tiere in einer Notunterkunft betreut werden, bevor das Zentrum am Färberwerder eröffnen konnte. Die Wolfs wurden somit für den Aufbau des Tierheims und für die Gründung des Tierschutzvereins in Eilenburg geehrt. Tag und Nacht waren sie im Einsatz, sind es heute noch, obwohl Waltraute Wolf, heute 65, die Leitung des Tierheims abgegeben hat. Das Paar betreut zu Hause verlassene Tierbabys. Zurzeit auch Igel. Und weil einer von ihnen Probleme hat, waren Wolfs froh, dass sie Kerstin Vollrath aus Oßling kennenlernen konnten. Die 45-Jährige wurde mit der Palitzsch-Medaille für den Aufbau einer privaten Tierauffangstation geehrt. Die im Zoo Hoyerswerda beschäftigte Tierpflegerin begann vor 23 Jahren, zu Hause auf dem Grundstück Igel aufzupäppeln, versorgte in manchem Winter fast 100 Stacheltiere. Sie rettet auch Wildvögel, bringt verletzte Tiere auf eigene Kosten zum Tierarzt.

Eberhard Kneschke aus Lauta war der Vierte im Bund der Ausgezeichneten. Er gründete den Tierschutzverein Hoyerswerda und ist Mitbegründer des Landestierschutzverbandes. Er erhielt die Medaille vor allem für seine Verdienste in der Tierversuchs-Kommission, wo er die Landesdirektion bei der Entscheidung über Genehmigungen von Tierversuchen unterstützt. Er sei auf einem Gebiet tätig, das nicht frei von Interessens- und Gewissenskonflikten sei, so Christine Clauß. "Sie wissen, dass Tiere nicht nur Schmerz empfinden, sondern auch Angst erleben." Der 75-Jährige setze sich dafür ein, dass die Zahl der Eingriffe reduziert oder Schmerzen zumindest behandelt werden. Heike Liesaus

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.10.2013

lis

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